Auf der Suche nach dem Bunker – Die vielen Facetten eines Lost Places Teil 1

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In Bad Blankenburg befindet sich ein Lost Place der besonderen Art. Ein Objekt, dessen Facetten nicht unterschiedlicher sein können.

Als wir von diesem Objekt hörten, setzten wir uns mit dem dortigen Verein in Verbindung. Mit Erfolg.Vor Ort wurden wir von einem jungen Mann auf das Objekt gelassen. Er brachte uns die geschichtsträchtigen Ereignisse des ehemaligen Sanatoriums näher.

Anfang des 20.Jh., anno 1901, wurde das „Thüringer Sanatorium Schwarzeck“ von 2 Ärzten gegründet.Bereits 4 Jahre später, am 09.April 1905 musste das Sanatorium aufgrund steigender Patientenzahlen um ein neues Kurhaus erweitert werden.Weitere Anbauten kamen in den nächsten Jahren hinzu, bis es seine heutige Größe erreichte. Aufgrund eines Streites zwischen den beiden Gründern, trennten sich diese 7 Jahre nach der Eröffnung.

In der damaligen Zeit hatte das Sanatorium auch viele große Künstler gesehen. Einer von ihnen war der russische Maler Marc Chagall. 1887 in Witebsk geboren, zog es ihn 1910 nach Paris. Dort begann er mit seiner Ausbildung. 5 Jahre später heiratete er die Jüdin Bella Rosenfeld, die ihm 1 Jahr später eine Tochter gebar. In den 20er Jahren reiste chagall viel umher. Über Berlin kam er 1922 nach Bad Blankenburg ins Schwarzeck. Hier entstanden einige seiner Kunstwerke.

1937 wurde das Sanatorium an die NAtionalsozialisten verkauft, welche hier eine Luftwaffenschule einrichteten.Gegen Kriegsende diente das Schwarzeck dann als Lazarett für die Luftwaffe

Der Krieg war vorbei, Deutschland wurde geteilt und das Schwarzeck wurde sozialistisch.Mitte der 40er Jahre, im Jahre 1947, bekam das Schwarzeck eine „neue Aufgabe“. Die Genossen zogen ein und der Bau wurde zur SED Parteischule umfunktioniert. Bis kurz vor die Wende , bis November 1989, wurde dies auch als solche genutzt.

(Quelle: Schwarzeckfreunde)

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