Antragsfrist läuft Ende Oktober aus

0

Acht Tage tariflich bezahlte Freistellung in der Metall- und Elektroindustrie bringen den Beschäftigten mehr Zeitsouverenität

Mit dem Tarifabschluss im Februar hat die IG Metall für ihre Mitglieder neue Wege in der Arbeitszeitgestaltung tariflich vereinbaren können. Damit hat die IG Metall den Wünschen ihrer Mitglieder Rechnung getragen. Mehr Zeitsouverenität für Schichtarbeiter, der Betreuung von Kindern oder zur Pflege von Angehörigen sichert der neue Tarifvertrag den Beschäftigten ab 2019 zu. Auch die Möglichkeit der Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden steht den Beschäftigten befristet zur Wahl an. Nach Umfragen der IG Metall bei den Betriebsräten und Vertrauensleuten wollen ein überwiegender Teil der Beschäftigten von der Möglichkeit der Freistellung in Form der acht bezahlten Tage Gebrauch machen.

Für Bernd Spitzbarth, Geschäftsführer der IG Metall Nordhausen ist dies nicht verwunderlich. Haben doch die Beschäftigten in den zurückliegenden Monaten auf Grund der Flexibilitätsansprüche der Arbeitgeber viel Zeit ihres privaten Lebens eingebracht. Die privaten, familiären Ansprüche wurden mehr und mehr nach hinten gedrängt. Auch die einhergehende Leistungsverdichtung hat zu einen gewissen „Erschöpfungszustand“ geführt. Nun erkennen die Beschäftigten, das Zeit ein wesentlicher Bestandteil von Lebensqualität ist und wollen die Möglichkeiten eines Ausgleiches in Anspruch nehmen. Doch Aufmerksamkeit ist geboten. Wer bis Ende Oktober 2018 seine tariflichen Ansprüche nicht beim Arbeitgeber anmeldet, verwirkt sein Recht auf bezahlte Freistellung in 2019! so Spitzbarth abschließend.

Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*