Am Limit gespielt

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SVC Herren verlangen Primus alles ab

An Spieltag sechs der Regionalliga Ost gab der Spitzenreiter GSVE Delitzsch II seine Visitenkarte am Samstag Abend in der Wiedigsburghalle ab. Die Gastgeber zeigten dabei die beste Leistung seit langem und forderten den Favoriten über die gesamten 82 Spielminuten permanent. Trotz des am Ende deutlichen 0:3 waren die Nordhäuser Spieler sowie das Publikum mit der gezeigten Leistung zufrieden und rangieren in der Tabelle weiter auf Platz elf.
Direkt vom Anpfiff weg sahen die etwa 150 Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten des Netzes. Bis zum 8:8 waren beide Kontrahenten gleichauf, nach einem kurzen Zwischenspurt der Gäste aus Nordsachsen liefen die Gastgeber einem Rückstand hinterher. Gegen die athletisch und technisch gut ausgebildete Zweitliga-Reserve aus Delitzsch taten sich die Hausherren im Angriff schwer und brauchten häufig mehrere Versuche um erfolgreich das eigene Punktekonto aufzustocken. Am Schluss des ersten Satzes stand ein 20:25 auf der Anzeigetafel, der zweite Abschnitt war bis zum Stande von 8:8 wiederum von Gleichwertigkeit geprägt. Im Anschluss konnten die Gäste aus Sachsen erneut drei Punkte davonziehen und ihren Vorsprung bis zum 17:20 aus Sicht des SVC verteidigen. Davon waren Kapitän Chris Kampmeyer, Libero Jaspar Gemperlein, Lars Hüser, Willy Suhr, Rick Herbarth, Andre Kretschmar, Tobias König, Gregor Hesse, Thomas Rienekasten, Adrian Kubiak und SVC Urgestein Dominik Rieger völlig unbeeindruckt, spielten geduldig weiter und waren urplötzlich wieder auf Tuchfühlung zum Favoriten (21:22). In einer spannenden Schlussphase lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, jeder Punkt war hart umkämpft. Indiz dafür war auch die relativ lange Spielzeit von 26 Minuten an deren Ende die Südharzer mit 23:25 denkbar knapp das Nachsehen hatten. Fast deckungsgleich verlief der dritte Teilabschnitt, nach kurzer Abtastphase zu Beginn gerieten die Südharzer 5:9 ins Hintertreffen. Davon ließen sich die Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen, das 16:21 brachte ebenso keine Nervosität in die Reihen des SVC wie der Versuch anderer Aufstellungen durch das Teainerteam. Im Gegenteil, mit vollem Einsatz und Leidenschaft wurde der Rückstand Stück für Stück verringert. Beim 20:21 waren die Nordhäuser wieder in direkter Schlagdistanz, kurze Zeit später gelang sogar der 23:23 Ausgleich. Mehr gestattete der Tabellenführer aus Delitzsch jedoch nicht, nach kurzweiligen 27 packenden Spielminuten ertönte der letzte Pfiff des Tages beim Stande von 23:25. Dennoch applaudierte das Publikum, gegen einen starken Gegner hat es mit couragierter Leistung einfach an diesem Tag nicht sollen sein. Mit vergleichbarer Spielweise soll am kommenden Samstag beim Gastspiel in Dresden endlich der Bann gebrochen und der erste Sieg in der Saison 2020/2021 eingefahren werden.

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