„Alte Bekannte“ zu Gast in der Salzahalle

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Zwischen den beiden letzten, den entscheidenden EHF Champions League-Gruppenspielen trifft der Thüringer HC am kommenden Bundesligaspieltag mit dem BVB Dortmund 09 auf eine echte nationale Bewährungsprobe. Der Titelverteidiger will seine weiße Weste verteidigen und ungeschlagen, ohne Verlustpunkt, in die Europameisterschaftspause gehen.

Zum Rückblick:
In Koprivnica hat der Thüringer HC beim wiedererstarkten kroatischen Landesmeister eine mehr als couragierte Leistung gezeigt und das Spiel dort überzeugend für sich entschieden. Den direkten Vergleich mit dem RK Podravka Vegeta hat der THC nach der 26:28-Heimniederlage damit gewonnen. Im letzten Gruppenspiel würde ein Unentschieden gegen Krim Mercator aus Ljubljana zum Einzug in die Hauptrunde reichen. Der Sieg in Kroatien war sowohl eine kämpferische und spielerische Demonstration des deutschen Meisters als auch eine taktische Meisterleistung des Trainers. Nach einer anfänglich nervösen Phase spielte sich der THC Tor um Tor heran, übernahm die Führung und gab diese nicht mehr her. Selbst als Prodravka bis auf drei Tore näherkam, bewies die THC-Sieben Standvermögen und ließ sich nicht von der Linie abbringen. Mit dieser Leistung sollte die Mannschaft am Samstag in Nordhausen die Chance haben, sich im Schlussspurt für die Hauptrunde zu qualifizieren. Dort wären die attraktiven Gegner CSM Bukarest, Vipers Kristiansand und FTC Hungaria aus Budapest. Der zweite deutsche Vertreter SG BBM Bietigheim hat trotz drei gewonnener Punkte den direkten Vergleich gegen Vipers Kristiansand verloren und spielt im Frühjahr international im EHC Cup weiter.

Zum Spiel:
Für Herbert Müller ist das Bundesligaspiel gegen den BVB die wichtigere Aufgabe. „In der Bundesliga dürfen wir uns keine Blöße geben, wenn wir weiter da oben mitspielen wollen.“ An der Spitze steht derzeit ein Trio, das sich gegenseitig belauert und von den Fehlern der Konkurrenten profitieren würde. Der deutsche Meister hat bisher außer gegen Buxtehude nur gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte gespielt und führt die Tabelle, dank des um 25 Tore besseren Torverhältnisses, vor der ebenfalls noch verlustpunktfreien SG BBM Bietigheim an. In Schlagdistanz folgt die TuS Metzingen, die nur ihr Heimspiel gegen Bietigheim verloren hat. Dortmund liegt mit 9:5 Punkten in der Verfolgergruppe. Der BVB hat seit Oktober einen Lauf, kein Spiel verloren, erst gestern mussten sie im Heimspiel im EHF Cup gegen den rumänischen Titelverteidiger SCM Craiova mit 17:19 (9:9) eine schmerzliche Niederlage einstecken. In einer Woche ist das Rückspiel in Craiova, zum Einzug in die Gruppenphase hängen die Trauben nun sehr hoch. Am Mittwoch freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit den „alten Bekannten“: Nadja Mansson und Svenja Huber. Nach Herbert Müller hat Nadja „einen festen Platz im Geschichtsbuch des THC.“ Entscheidend wird sein, wie die THC-Spielerinnen die enormen Strapazen der englischen Wochen mit langen Auswärtsfahrten verkraften. Am Sonntagabend gespielt, Montag dann ganz spät erst in Thüringen zurück, bleibt weder Zeit zur Regeneration noch zu einer speziellen Trainingsvorbereitung. Bereits am Mittwochabend muss gespielt werden. Ziel ist es, mit der Leistung von Györ und Koprivnica einen Heimsieg einzufahren, um mit weißer Weste in die Pause der Nationalmannschaft zu gehen. Mit Emily Bölk, Ina Großmann, Meike Schmelzer und Alicia Stolle stehen gleich vier THC-Spielerinnen im Aufgebot der DHB-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft in Frankreich.
Iveta Luzumova hat mit ihren 10 Toren in Koprivnica in den ersten 14 Pflichtspielen der Saison 106/44 Tore erzielt, damit hat sie mit 1008 Toren, als zweite Spielerin nach Katrin Engel, mehr als 1000 Tore für den THC erzielt und erhält am Mittwoch dafür einen besonderen Pokal.

Zum Kader:
Die zuletzt eingesetzten 13 Spielerinnen werden Einsatzzeiten erhalten. Beate Scheffknecht wurde an beiden Füßen operiert. Zunächst wird sie ein paar Tage im Rollstuhl sitzen und in ihrem Heimatort Lustenau, in der Nähe vom Bodensee, den Heilungsprozess beginnen. Die Reha-Phase wird sie in Erfurt absolvieren.
Anne Hubinger wird weiter geschont, bis sie schmerzfrei laufen kann.

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