Als Favorit nach Mainz

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Am kommenden Sonntag reist der Thüringer HC zum 1. FSV Mainz 05. Nach dem eher überraschenden Punktgewinn gegen die SG BBM Bietigheim will Herbert Müller mit seinem Team wieder in die Favoritenrolle schlüpfen.

Rückblick:
Es ist mittlerweile über eine Woche her, dass der Thüringer HC mit dem 29:29-Unentschieden bei der SG BBM Bietigheim einen wichtigen Punkt mit nach Hause nehmen konnte. Herbert Müller ist sehr glücklich über den Punkt, den sich die Mannschaft im Spitzenspiel hart erkämpft hat. Dennoch sieht er es als zu früh an, eine Prognose für die Saison abzugeben. „Wir müssen die ersten 4 bis 5 Ergebnisse abwarten und diese müssen stimmen.“, so der Trainer. Dennoch konnte die Mannschaft mit dem Unentschieden gegen die Schwäbinnen zeigen, dass sie in der Lage ist gegen das Spitzenteam, das mit bekannten Spielerinnen gespickt ist, mithalten zu können. Der Punkt hat der Mannschaft des THC neue Energie geben können und das Selbstbewusstsein der Spielerinnen geschärft. Für Herbert Müller ist es dennoch ein langer Weg, um solch eine Leistung wie gegen Bietigheim konstant abzurufen. Das benötigt noch viel Geduld. Die Mannschaft arbeitet hart daran, eine Konstanz aufzubauen.

Zum Spiel:
„Doch die Liga steckt voller Überraschungen, dies hat man besonders bei den Spielen Buxtehude gegen Halle oder auch Metzingen gegen Oldenburg sehen können.“, warnt der THC-Trainer. Besonders schwer sei es, gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften zu Beginn der Saison zu spielen. Die Teams haben noch große Ambitionen, den Favoriten zu zeigen, dass sie in der Lage sind mitzuhalten. Sie sind zu diesem Zeitpunkt oftmals noch unberechenbar.
Der nächste Gegner, der 1. FSV Mainz 05 ist dafür ein gutes Beispiel. Die Meenzer Dynamites unterlagen gegen die HSG Bensheim Auerbach mit 22:34 und gegen die HSG Bad Wildungen Vipers musste man sich 27:22 geschlagen geben. Trotzdem hat die Mannschaft in den ersten beiden Spielen gezeigt, dass sie bereit ist, zu kämpfen, selbst wenn man hinten liegt.
Nichtsdestotrotz sieht Müller sein Team klar in der Favoritenrolle und diese wollen sie annehmen. Ihm geht es darum, den Punkt gegen vom letzten Spieltag mit einem Sieg über die Mainzerinnen zu versilbern. Der THC wird von Beginn an kämpfen und die Verantwortung auf viele Schultern verteilen. Freuen tut sich Herbert Müller besonders auf die österreichische Nationalspielerin Carina Gangel, welche im letzten Spiel gegen Bad Wildungen sechs Tore erzielen konnte.
„Wir müssen, um die zwei Punkte mitnehmen zu können, Mainz über ihr eigenes Spiel in die Schranken weisen. Denn ähnlich wie der THC kämpft die Mannschaft ganzheitlich und nicht nur über einzelne Leistungsträgerinnen.“ Die zwei Punkte sind wichtig, um vom fünften Tabellenplatz weiter nach oben zu rutschen. Einen oberen Tabellenplatz zu halten, verlangt auf längere Sicht auch die zwei Punkte im ersten Heimspiel gegen Rosengarten-Buchholz. Herbert Müller betont die Notwendigkeit von Spiel zu Spiel zu denken und zu planen. „Doch zunächst wollen wir uns jetzt auf unser drittes Auswärtsspiel in Folge konzentrieren und dann schauen wir weiter.“.
Die Begegnungen in der letzten Saison entschied der Thüringer HC für sich. Vor knapp einem Jahr, am 07.09.2019, gewann der THC das Auswärtsspiel mit 40:20. Im Heimspiel am holten sich die Thüringerinnen mit 36:19 den Sieg. Daran gilt es anzuknüpfen, ohne den 1. FSV Mainz 05 zu unterschätzen und leichtfertig zu agieren.

Zum Kader:
Am Sonntag könnte Meike Schmelzer ihren ersten Bundesligaeinsatz dieser Saison erhalten. „Meike ist seit zwei Tagen wieder voll im Training mit dabei und sobald die Ärzte grünes Licht geben, wird sie Sonntag auch spielen.“, so ein zuversichtlicher Trainer. Zudem kehrt Ines Khoulidi in die Mannschaft zurück. Dagegen ist der Einsatz von Torhüterin Petra Blazek noch fraglich. Sie laboriert an einer Zerrung.

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