Als Favorit im Heimspiel die Tabellenführung verteidigen

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Das Wechselspiel zwischen den Wettbewerben geht weiter. Nach dem Champions League Spiel gegen die Besten der Welt, gab es in dieser Woche noch den Regionallehrgang der Nationalmannschaft in Erfurt, wo die „THC-Rest-Mannschaft“ u.a. auch als „Sparringspartner“ agierte.
Am Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen die Neckarsulmer Sport Union mit dem 6. Bundesligaspieltag weiter, am Mittwoch-Feiertag ist Berlin mit dem DHB-Pokal Achtelfinale eine Reise wert und schon am nächsten Montag trifft man in Györ im Champions League Gruppen-Rückspiel wieder auf die Weltbesten. Man kann nicht gerade von Langeweile bei den THC-Frauen sprechen.

Rückblick:
Langeweile kennt Herbert Müller sowieso nicht, nach der Niederlage von Bukarest gegen Bietigheim klingelten sogar die Rumänen an und wollten den THC-Trainer aus dem Vertrag heraus engagieren. Keine Option für Herbert Müller, bei aller Herausforderung und allem Geld der Welt. Herbert Müller hat gerade auch andere Sorgen, so richtig erreicht seine Mannschaft noch nicht das erforderliche Niveau auf dem Champions League Parkett. Der Lernprozess hinsichtlich internationaler Härte und Aggressivität ist nach den Niederlagen gegen Podravka Vegeta und Krim Mercator besonders schmerzlich. Da müssen die jungen „Neuen“ durch. Dabei gab es am Sonntag in Nordhausen zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten. Eine gute erste, wo der THC lange mitgehalten hat, die fünf-eins-Abwehrvariante recht gut gespielt hat und auf die Angriffe der Ungarinnen immer auch eine Antwort parat hatte und eine vermaledeite zweite, in der dann nichts mehr zusammenlief, was der Titelverteidiger auch konsequent nutze, um den THC zu zerlegen. Wenn da nicht gleich zwei vergebene Siebenmeter vor der Halbzeit waren, wäre das Halbzeitresultat noch besser ausgefallen.
Zurzeit läuft es in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr, sowohl in allen drei Champions League Gruppenspielen als auch beim Bundesligaspiel in Blomberg. Darauf legt Herbert Müller im Training den Schwerpunkt. Lernprozess heißt zuallererst über das Training lernen. Deshalb fordert der Trainer mehr Konsequenz in der Abwehr, mehr Aggressivität beim Zupacken, ihm sind die THC-Mädchen da einfach zu brav. Es ist schon schmerzlich, dass die Mannschaft derzeit nicht das Level erreicht, was sie eigentlich draufhaben könnte. So sieht die Champions League derzeit gerade aus wie eine aussichtslose Geschichte, aber aufgeben gibt es nicht. „Wir werden kämpfen bis zum Schluss, schauen zuerst auf uns, und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt. Wir müssen so schnell wie möglich an das Level von Krim Ljubljana und Podravka Vegeta herankommen“, sagt Herbert Müller. Auf der anderen Seite wäre die Option EHF-Cup kein Abstieg. Das ist das Niveau, was die deutschen Mannschaften spielen können, wo sie auch das Halbfinale oder sogar das Finale erreichen können. Dort gibt es nach der 3. Qualifikationsrunde auch noch eine Gruppenphase mit vier Gruppen a vier Mannschaften. „Eine reizvolle Aufgabe“, sagt Herbert Müller, „aber zunächst einmal fighten wir bis zum Schluss.“

Zum Spiel:
In der Bundesliga geht es weiterhin darum, die weiße Weste zu verteidigen. „Am Samstag sind wir Favorit, müssen wir die Pflichtaufgabe mit einem klaren Heimsieg erfüllen“, sagt der Trainer. Neckarsulm ist nicht gut in die Saison gestartet, die erreichen gerade auch noch nicht ihre Ziele. Der THC will mit Tempohandball aus sicherer Deckung gefallen- „sechstes Spiel – sechster Sieg, nichts anderes zählt.“ Das ist auch deshalb wichtig, weil an diesem Spieltag die anderen Mitkonkurrenten gegeneinander antreten müssen: Bietigheim muss nach Buxtehude, TuS Metzingen empfängt die wieder erstarkten Leverkusener. Da müssen einige Mannschaften Punkte liegen lassen. Ein eigener Sieg ist dabei auch wichtig, um wieder Selbstvertrauen zu tanken. Gerade geht mal wieder eine Erkältungswelle durch das Team: Emily Bölk liegt mit Grippe im Bett, ebenso Josefine Huber, andere klagen über Halsschmerzen. Bis zum Abschlusstraining am Freitag hofft Herbert Müller, dass er wieder alle fit bekommt.

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