Alphaville’s Konzeptalbum „Afternoons In Utopia” feiert in diesem Jahr 35. Jähriges Jubiläum und erscheint NEU!!!

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Vielleicht erinnern sie sich auch noch an Zeit, in der die elektronische Musik, geprägt von Synthesizern, ganz neuen Klangwelten, experimentierfreudigen Musikern mit vielen Ideen und Mut zum Neuem ihren Siegeszug feierten, die Hitparaden und Tanzflächen eroberte?

Federführend waren damals ganz klar Bands und Projekte wie u. a.: Kraftwerk, Depeche Mode, OMD, die Pet Shop Boys und natürlich auch ganz besonders und in Deutschland die 3 Musiker von Alphaville aus dem beschaulichem Münster.

Sie waren in den 80ern eine der erfolgreichsten deutschen Bands überhaupt und feierten mit melodischem und eingängigem Synthie – Pop rund um den Erdball mega Erfolge.

Angefangen hat alles als 1984 Marian Gold, Bernd Lloyd und Frank Mertens, mit ihrer ersten Single „Big In Japan“ auftauchten und damit nicht nur in Deutschland erfolgreich ins Musikgeschäft einstiegen, sondern auch international praktisch über Nacht blitzschnell bekannt wurden.

Unvergessen sind ihre Hits wie, „Sounds Like A Melody“, „Jet Set“, “ oder dem Überhit schlechthin „Forever Young“, die auch heute noch gern im Radio gespielt werden und natürlich auf keiner 80iger Jahre Party fehlen dürfen.

Nach dem gewaltigen internationalen Erfolg ihres Debütalbums „Forever Young“ schrieb das Trio 1986 mit der Veröffentlichung ihres zweiten Studioalbums „Afternoons In Utopia” ein weiteres Erfolgskapitel in ihrer Karriere.

Das Album erreichte in fünf europäischen Ländern die Top 20 und enthielt u. a. die Singles „Dance With Me”, „Universal Daddy”, und „Jerusalem”.

„Afternoons ist ein zeitloser Ort, den wir erfanden um weiter spielen zu können, nun, da wir ewig leben würden.
Spielen als Künstler, als Spinner und als Kinder. Ich geh‘ heute noch oft da hin“, so Marian Gold im Februar 2021.

Auf die rundum erneuerte Neuauflage + erweiterte Deluxe-Editionen von „Afternoons In Utopia” von den Alphaville-Gründungsmitgliedern Marian Gold und Bernhard Lloyd persönlich remastert, können sich die Fans der Band nun freuen, zumal das Album in diesem Frühjahr sein 35 . Jähriges Jubiläum feiert.

So klingt das Ganze so frisch als wären die Songs gerade erst aufgenommen worden und begeistern noch immer (nicht nur Menschen wie mich, die in dieser Zeit aufgewachsen sind) durch durchdachte Harmonien die sich in die Gehörgänge schmeicheln und mit interessanten visionären Texten versehen sind.

Dabei zeigt gerade dieses Album der Münsteraner Synthie Pop Pioniere, das sie schon 1986 ihrer Zeit musikalisch weit voraus und mehr als nur eine Hitparaden Band oder ein One Hitwonder waren und sind.
Schon zu dieser Zeit waren die Musiker nicht nur recht experimentell unterwegs ohne dabei die großen Melodiebögen ihrer Songs zu vergessen, sondern sie schauten auch immer wieder über den Tellerrand, der sich rasant entwickelnden elektronischen Musik hinaus um verschiedene musikalische Spielarten zu verbinden daraus neues für ihre Sounds entstehen zulassen.
So ist „Afternoons In Utopia“ nicht nur ein immer noch sehr hörenswertes Album das zum 35. Jährigen Jubiläum seiner Veröffentlichung gekonnt entstaubt wurde,
sondern auch ein musikalischer Zeitzeuge und Meilenstein einer Zeit in der viele von diesem Sound beeinflusst wurden und der durchaus immer noch gut hörbar ist.

Als besonderes Schmankerl zu der Neuveröffentlichung dieses Alphaville Meisterwerks gibt es übrigens noch eine 2. CD sozusagen als Bonus obendrauf mit speziellen Mixen, B- Seiten und Raritäten in Form von nicht veröffentlichten Aufnahmen zu diesem Album.

So auch die Piano Version von „Dance With Me“

Marian Gold dazu: „Diese Version von ‚Dance With Me“ ist ein rein improvisierter Dialog zwischen unserem Keyboarder Martin Lister und mir.
Er fängt einen einzigartigen unwiederbringlichen Moment ein.
Das Original-Demo von 1986, war tatsächlich auch eine Balladen-Version.
Daher hat dieser Song auch diesen Charakter. Wenn Du das Tempo anziehst, wirkt er wahnsinnig euphorisch. Langsamer gespielt erscheint er unglaublich traurig….
Genieße und weine.“

Mit anderen Worten ein echtes Highlight für Fans des Synthie – Pop und der Band Alphaville im Speziellen, die es im Übrigen immer noch gibt und dessen Kopf und Stimme Marian Gold noch immer aktiv und kreativ ist und hier und da neue Songs der Band veröffentlicht und auch noch Konzerte mit seinem „Baby“ gibt.

Übriges auch das 1989 veröffentlichte 3. Album „The Breathtaking Blue”, das Damals viele neue musikalische Elemente und ein musikalisches Konzept aufbot, das das Produktionsteam um Elektro-Pionier Klaus Schulze erweiterte und aufkommende Technologien nutzte und das recht experimentell ausfiel, wird dieser Tage ebenfalls neu mit reichlich Bonus Material und DVD aufgelegt.
Neben den erstklassig produzierten Songs wie der Single „Romeos“ enthält das Album den bildgewaltigen und innovativen Film „Songlines“, für den neun Regisseure Kurzfilme drehten – inspiriert von je einem Song des Albums.

Der Kurzfilm für den Song „Middle of the Riddle“ sollte im Jahr 1990 unter dem Titel „Balance“ einen Oscar in der Kategorie „Best Animated Short Film“ gewinnen.

Text + Grafik Stefan Peter

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