Alles geben und in Ungarn siegen

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Nach dem Bundesligaspiel und dem Pflichtsieg gegen Frisch Auf Göppingen wartet die nächste große internationale Herausforderung auf den Thüringer HC.

Rückblick:
Herbert Müller freut sich, dass es die Mannschaft gestern geschafft hat, sich zwischen zwei anstrengenden EHF Cup-Spielen auf das Bundesligaspiel gegen Frisch Auf Göppingen zu fokussieren. „Mit dem gestrigen Sieg haben wir unsere Hausaufgaben souverän und anständig erledigt. Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein und einen grünen Haken an die Bundesliga machen“. Die Schwierigkeit im Spiel bestand darin, den kurzfristigen Ausfall von Iveta Koresova zu kompensieren, die sich gegen Kastamonu eine Schulterprellung zugezogen hat. „Das Problem haben wir aber mit Emmy auf der Mitte und Beate im linken Rückraum sehr gut lösen können.“ Außerdem freute sich Herbert Müller, dass mit Torfrau Greta Köster erstmals eine 17-jährige Nachwuchsspielerin, wenn auch nur kurz, zum Einsatz im Bundesligakader kam. „Doch Anca hat ihre Aufgabe mit dem großen Druck sehr gut gelöst. Loben muss ich auch Alicia Stolle, die in der Abwehr gestern hervorragende Arbeit geleistet hat und Meike Schmelzer, die sich momentan in einer Topverfassung befindet.“

Zum Spiel:
Mit Blick auf das Auswärtsspiel gegen den DVSC Schaeffler im EHF Cup am kommenden Samstag, den 18.012020 um 15 Uhr in Debrecen, sieht Herbert Müller die Gastgeber in einer leichten Favoritenrolle. „Dennoch haben auch wir die Chance in Ungarn zwei Punkte zu holen.“
Beide Mannschaften gehen mit 4:0 Punkten in das Spiel und der Sieger wird die Tabellenführung übernehmen. Dabei ist es wichtig, auf den direkten Vergleich zu schauen: „Da kann jedes Tor am Ende wichtig werden.“.
„Debrecen ist eines der Spitzenteams in einer sehr starken ungarischen Liga.“, weiß der Trainer des THC. Die Mannschaft hat nicht nur sehr gute Rückraumschützinnen wie Anita Bulath, Anna Kovács oder die Argentinierin Elke Karsten. Besonders das ungarische Spiel über die Außenpositionen ist nicht zu verachten. „Hier wird lang gesprungen und der Torhüter ausgeguckt.“
Für den Thüringer HC wird es wichtig, Debrecen in den Positionsangriff zu zwingen und körperlich dagegen zu halten. „Die Ungarn spielen ein sehr körperbetontes Spiel und wir müssen auf den Rückraum achten.“, setzt Herbert Müller die Ziele für das kommende Spiel. Hinzu kommt eine sehr starke und laute Fangemeinschaft, die ihr Team kräftig unterstützen wird. „Die Ungarn haben scharfen Paprika im Blut. Die Fans werden die Halle füllen und ihre Mannschaft richtig anfeuern. Für uns ist es dabei wichtig, dass wir die harten Worte von der Tribüne nicht an uns heranlassen und uns voll und ganz auf das Spiel fokussieren.“. Wenn der Mannschaft das gelingt, kann sie die wichtigen Tore erzielen und als Punktsieger vom Platz gehen. Zuvor erwartet die Frauen ein sehr hartes und intensives Spiel.

Zum Kader:
Das Verletzungspech scheint nicht abzureißen, sodass die Mannschaft nur mit einem kleinen Kader nach Ungarn reisen wird. „Ganz schwer wiegt hier der Ausfall von Iveta Koresova,“, äußert sich Herbert Müller, diese hatte sich vergangenen Sonntag im Spiel gegen die Kastamonu Belediyesi GSK eine Schulterprellung zugezogen. Dadurch wird „der Puls unseres Spiels“ vermutlich einige Wochen ausfallen.
Den Ausfall von Torhüterin Marie Skurtveit Davidsen wird erneut Jana Krause kompensieren. Sie reist am Samstag von Hamburg nach Ungarn, um ihre „alte“ Mannschaft zu verstärken. „Bei Jana sieht man, was es heißt ein THC-Herz zu haben.“, freut sich Herbert Müller über ihre Unterstützung.
Auf der Kreisläuferposition wird der THC nur mit Meike Schmelzer nach Debrecen reisen. Mia Biltoft wird mit Rücksicht auf ihre kleine Tochter nicht zur Verfügung stehen. „Wer dann eventuell Meike am Kreis noch verstärken kann, wird sich im nächsten Training zeigen und das werde ich dann spontan entscheiden.“
Unterdessen hat Mikaela Mässing nach ihrer Knie-OP und dem Belastungstest das „OK“ von ihrem behandelnden Arzt bekommen und wird am kommenden Montag wieder in das Mannschaftstraining einsteigen können.
Bei Josefine Huber sind Fortschritte zu vermelden. Sie hat mit kleinen Trainingseinheiten begonnen, bis zu einem Einsatz werden noch einige Wochen vergehen.

Bericht: Franziska J. Braun/Bernd Hohnstein

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