Abenteuer Heissluftballon – Dem Himmel so nah

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Wer hat nicht schon davon geträumt eine Reise in einem Heissluftballon zu unternehmen! Wir erfüllten uns diesen Wunsch und starteten gestern Abend in luftige Höhen.

Am Anfang waren da ein paar Erlebnisberichte von Freunden und Bekannten. Das inspirerte uns natürlich. Durch persönliche Empfehlungen nahmen wir also Kontakt „Ballonreisen-Arndt“ in Mansfeld auf. Die Abwicklung der Buchung verlief online völlig problemlos. Telefonisch wurden mögliche Termine zur Fahrt geplant. Dann kam aber leider Corona. Durch die Pandemie waren bis auf unbestimmte Zeit erstmal alle Termine abgesagt. Nach den ersten Lockerungen der Einschränkungen wartete man geduldig auf eine Freigabe durch die Luftfahrtbehörde. Als nächstes muss dann auch noch das Wetter mitspielen. Weil dieses in den letzten Wochen und Monaten sehr wechselhaft war, verschoben sich die Fahrten mehrmals nach hinten.

Nun, gestern Vormittag, kam dann der sehnsüchtig erwartete Anruf. Alle Lichter stehen auf Grün. Nach Absprache trafen wir uns dann mit Familie Arndt in Mansfeld. Weiter ging es dann nach Biesenrode. Dort auf dem Sportplatz begann der anstrengende Aufbau des Ballons. Hierbei werden viele helfende Hände benötigt. Schon allein das Ausbreiten der Ballonhülle ist sehr kräftezehrend. Diese wiegt schon viele Kilos. Nachdem der Brenner und die Hülle am Korb befestigt war, musste nun mit maschineller Unterstützung viel Luft hinein.

Dann musste alles ganz schnell gehen. Die Passagiere stiegen ein und nach wenigen Minuten hoben wir einfach vom Boden ab. Ganz sanft geht es in die Höhe. Dem Element Wind ausgeliefert, ging es Richtung Nordost. Über Hettstedt verminderten wir die Flughöhe um die Stadtdetails besser zu betrachten zu können. Dies erfreute natürlich viele Anwohner, welche in doch großer Anzahl von unten grüßten. Nach etwas mehr als einer Stunde landeten wir dann auf einem abgeerteten Getreidefeld bei Sandersleben. Anschließend wurde der Ballon wieder eingepackt und im Anhänger verstaut.

Nach der Rückfahrt zum Treffpunkt wurden wir dann, zusammen mit den anderen Teilnehmern, getauft. Jeder bekam beziehungsweise wurde ein Adliger „Von und Zu Sandersleben“. Eine ausgehändigte Urkunde bestätigt dies und ist auch eine schöne Erinnerung.

Noch benommen, von den vielen schönen Impressionen, bleibt uns nur die Danksagung an Familie Arndt, welche schon seit 22 Jahren mit Ballonfahrten Menschen glücklich macht. Ein Wermutstropfen aber bleibt, das nach Abarbeitung der noch nicht erledigten Buchungen, die Beiden in den wohlverdienten Ballonfahrer-Ruhestand gehen. Am Anfang waren Telefonate und dann lernten wir sie persönlich als sehr sympatisches Pärchen kennen.

Andreas Grunwald

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