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Noch einmal gegen die Besten der Welt
Am Samstag Heimspiel in der Bundesliga, Mittwoch zum Achtelfinalspiel im DHB-Pokal nach Berlin und am Sonntag früh geht es schon wieder nach Györ, wo der THC am Montagabend auf die weltbeste Frauenhandball-Mannschaft in der Champions League antritt. Für Herbert Müller ist das eine Woche der Extreme.

Fotos: HaJo Steinbach

Nyke Groot und Eduarda Amorim boten geballte Handballerfahrung und Leistungsfähigkeit im Hinspiel.

Zum Rückblick:
Positiv wiegt der mit plus 14 recht deutliche Sieg im Bundesligaspiel gegen die Neckarsulmer SU. Besonders auffällig war dabei, dass es im Unterschied zu den Spielen davor, auch mal für zwei konstant gute Halbzeiten gereicht hat. Dann die Pflichtaufgabe in Berlin, bei einem Zweitligisten. Da ist es im Fußball schon etwas anderes, wenn der Zweitligist Union Berlin den Bundesligaspitzenreiter Borussia Dortmund herausfordert und erst in letzter Sekunde der Verlängerung unterliegt.

So etwas ist beim Handball sehr selten, der Klassenunterschied ist deutlicher und der THC- Sieg fällt mit plus 26 Toren dementsprechend deutlich aus. Für die Berlinerinnen aber war es ein Highlight, einmal gegen den Deutschen Meister spielen zu dürfen. Für Herbert Müller war es ein Test zwischen zwei Prüfungen, da konnte er allen Spielerinnen 30 Minuten Einsatzzeit geben und sowohl im Angriff als auch in der Deckung neue Varianten unter Wettkampfbedingungen ausprobieren. Die Mannschaft hat die Pflichtaufgabe dabei super gelöst. Jetzt fehlt noch ein Schritt bis zum Einzug in das FINAL-FOUR – mit Spannung erwartet Herbert Müller die Auslosung für das Viertelfinale.

Zum Spiel:
Das nächste Spiel ist immer das schwerste, das nächste Champions League Spiel sowieso, denn es geht zum Titelverteidiger, zum Champions League Sieger der letzten beiden Jahre, vierfacher Titelträger der letzten sechs Jahre. Dreimal hintereinander gewann nur Hypo Niederösterreich, Anfang der neunziger Jahre, die Champions League. Gegen Györ, das ist fürwahr eine Herkulesaufgabe, dennoch will Herbert Müller mit seinem Team alles daransetzen, um dort nicht noch einmal wie im Heimspiel unterzugehen. Er fordert hohen kämpferischen Einsatz, um auch mal die Zweikämpfe zu gewinnen, um dagegenzuhalten.

Fotos: HaJo Steinbach

Györ innen
Auf Ann-Cathrin Giegerich und den THC warten 60 Minuten Höchsteinsatz, speziell in der Abwehrarbeit.

Aufgeben gibt es nicht, auch wenn in Györ nichts Zählbares zu holen ist. Danach gibt es noch zwei Gruppenspiele, und da gilt es zu beweisen, dass man in der Gruppe angekommen ist. „Wir wollen zeigen, wie schnell wir gelernt haben“, sagt der Trainer. „Wir werden figthen, so lange die Champions League nicht zu Ende gespielt ist, suchen wir unsere Chance“. Es kommt eben darauf an, so die jungen Spielerinnen an das Niveau in der Champions League heranzuführen, dass sie sich mit den Besten messen können. Das ist der THC-Anspruch. Bereits um 5.30 Uhr geht es am Sonntagmorgen auf die lange Busreise nach Györ, noch am Abend wartet das Abschlusstraining in der Halle.

Ausblick:
Noch vier Spiele gibt es bis zur Europameisterschaftspause, drei Champions League Gruppenspiele und ein Bundesligaspiel. Mit Dortmund kommt da am 14. November ein Kandidat für die Spitze, ein richtiger Maßstab. Alle vier Aufgaben nimmt die Mannschaft freudig an.

Zum Kader:
Bis auf die üblichen Verletzten sind alle an Deck. Auch Jana Krause wird mit nach Ungarn reisen. Beate Scheffknecht wird am morgigen Freitag vom Mannschaftsarzt der österreichischen Nationalmannschaft an beiden Füßen operiert. Anne Hubinger braucht weiter noch Zeit, um ihre Verletzung aus dem Vorjahr zu überwinden. Sie ist leider noch immer nicht schmerzfrei.

In den Medien:
Das Spiel im EHFTV-Livestream
Liveticker des THC/MDR

Bericht und Fotos: HaJo Steinbach

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