14. Whisky-Tasting vom Whisky Club Nordhausen (WCN) –Johnnie Walker, ein großer Blend Whisky

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Johnnie Walker – eine Blend Whisky Marke soll der Hauptakt des 14. Whisky-Tastingevents werden? Was ist eigentlich ein Blend Whisky? Die letzte Frage lässt sich, entgegen der ersten, verhältnismäßig leicht beantworten. Es handelt es um einen – sagen wir mal – Mix aus verschiedenen Single Malts, d. h. Whiskys die aus einer Destillerie stammen und Grain Whiskys (welcher korrekterweise eigentlich Single Grain Whiskys heißen müssten, da diese letztlich ebenfalls aus einer Destillerie stammen), die jedoch deutlich günstiger herzustellenden sind. Letztere müssen nicht unbedingt schlecht sein, nur ein Grain Whisky erreicht nach Auffassung des Verfassers dieser Zeilen, nicht die Geschmacksintensivität eines Single Malt Whiskys. Der Unterschied zwischen diesen liegen im Herstellungsverfahren und den verwendeten Rohstoffen bzw. wie diese verwendet werden. Grundsätzlich wird eine Malt Whisky wird in einer Brennblase destilliert, ein Grain Whisky in einem Säulenbrennapparat. Wer sich fragt, wie so etwas aussieht, kann sich entweder im Netz schlau machen oder sich auf die Spuren der Nordhäuser Kornbrennereien begeben. In der Traditionsbrennerei steht noch heute eine Säulenbrennapparatur und seit einigen Monaten (direkt neben dem Shop) auch eine kleine Brennblase. Hochinteressant so etwas einmal live zu sehen!

Was hat das aber alles mit dem WCN zu tun. Ganz einfach, die Mitglieder wollten selbst einmal herausfinden, ob ein gutgemachter Blend es geschmacklich mit einem Single Malt aufnehmen kann. Am 3. Dezember war es soweit. Der Club, der nunmehr auf 11 Mitglieder angewachsen ist, traf sich zum 14. Tastingevent. Zum Einsatz kamen fünf Whiskys der Marke Johnnie Walker – so war zumindest der Plan. Doch im Laufe des Abends kamen zur Überraschung Aller noch zwei weitere, limitierte Abfüllungen der Blend Marke hinzu. Zudem gab sich überraschenderweise der namenlose viktorianische Herr des Johnnie Walker Logos als etwa 30 cm hohe Porzellanfigur die Ehre.

Wie immer begleitete ein fachkundiger Vortrag den Abend und beleuchtete die mehr als 200-jährige Geschichte der Marke Johnnie Walker in hervorragender Art und Weise. Den Anfang des Tastings machte der Black Label (der supermarktaffine Red Label wurde beflissentlich übergangen). Die Steigerung über einen 10-jährigen Rye führte zur die 15- und 18-jährige Abfüllung und zum Blue Label. Letzterer stellte die Krönung der regelmäßig erhältlichen Abfüllungen von Johnnie Walker dar. Letztlich waren die Mitglieder von den Abfüllungen restlos begeistert (oder zumindest angetan), so dass am Abend schon über das nächste Tastingevent im März 2022 spekuliert wurde.

Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünscht der Whisky Club Nordhausen allen Whiskybegeisterten und allen noch nicht Whiskybegeisterten eine schöne und geruhsame Zeit einen guten Rutsch ins Jahr 2022 – vielleicht sogar mit einem Glas gutem Whisky in der Hand.

L. E.

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