Im Heimspiel muss der THC punkten

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Nach der unerwarteten Niederlage gegen den Tabellenachten in Halle hat der Thüringer HC nun wieder ein Heimspiel, das Erste von noch dreien. Als unbequemer Gegner kommt am Mittwoch, den 13. April um 19:30 Uhr die HSG Blomberg-Lippe in die Salza-Halle. Wenn der THC seine Chance auf Europa in der kommenden Saison nutzen will, muss er das Spiel unbedingt gewinnen.

Rückblick:
Es fällt schwer, viel Positives aus den letzten beiden Spielen zu dokumentieren. Sicher, die gewonnenen Punkte in Zwickau, aber auch da gefiel nicht das „Wie“. Wenn man jemand ins Zeugnis schreibt: „Er hat sich stets bemüht“, ist das nicht gerade löblich. Es fällt schwer, die Spielart des THC in Zwickau und Halle anders zu beschreiben. Vielleicht noch nicht mal die Mannschaft, diese oder jene. Das Team gewinnt zusammen und verliert zusammen. Da reicht das Bemühen allein nicht aus, um das letzte und wohl wichtigste Saisonziel zu sichern, die EHF Europa League-Teilnahme in der nächsten Saison. Das ist Fakt und die letzten fünf Spiele entscheiden irgendwie schon über die Attraktivität der nächsten Saison. Die steht und fällt für die neue Mannschaft, auch für die Fans, mit der Teilnahme an internationalen Wettbewerben des Thüringer HC. Da scheint man gerade auf dem Weg zu Platz sieben, wenn es mit Niederlagen so weitergeht: Blomberg-Lippe, Neckarsulm haben selbst noch die Chance auf Europa. Auswärts in Buxtehude wird es hammerschwer, wie das letzte Spiel gegen den BVB aus Dortmund. Da bleibt noch das Rückspiel gegen die Sachsen aus Zwickau. Die wissen nun auch, wie es gegen den THC geht. Bei diesem Restprogramm kann einem Angst und bange werden. Herbert Müller geht es längst schon so, sein Team hat jede Woche eine andere Überraschung parat. Woran es liegt, fällt selbst dem erfahrenen Trainergespann schwer zu analysieren: “Da steht der Trainingsfleiß im krassen Widerspruch zu dem, was man teilweise auf der Platte sieht.” Wenn dann noch die Schiedsrichter einen schlechten Tag haben, geht so ein enges, entscheidendes Spiel wie in Halle-Neustadt in die Hose.

Zum Spiel:
Die HSG Blomberg-Lippe hat zuletzt so schlecht nicht gespielt. Nach einem Top-Ergebnis gegen den Ligaüberflieger Bietigheim (24:27) wurde unerwartet in Leverkusen verloren. Es folgten fünf Siege, auch in Buxtehude. Nur in Dortmund wurde verloren und an diesem Wochenende zu Hause gegen Buxtehude. Der Buxtehuder SV hat mit dem Revanchesieg Rang drei sicher und die Chance, sich über den DHB-Pokal für die EHF European League zu qualifizieren. Die HSG hat ein Spiel weniger als die Thüringer, bis jetzt 19 Punkte und mit Dortmund und Metzingen noch zwei große Brocken im Restprogramm. Nach Metzingen haben sie die Chance auf Platz fünf. Mit Malina Marie Michalczik – Rückraum Mitte/Links haben sie eine Topwerferin in ihren Reihen, Platz zwei der besten Werferinnen der Liga mit 120 Toren (6,7 pro Spiel). Linnea Petterson auf gleicher Position, Lisa Rajes auf Rechtsaußen und im rechten Rückraum Laettia Quist sind ebenso torgefährlich. Das wird eine superschwere Aufgabe, um diesen torgefährlichen Rückraum zu stoppen. Der THC braucht also einen Supertag und seine Fans im Rücken. An einem Mittwochabend war zuletzt die Halle nicht gerade brechend voll. Die Rote Wand wird gebraucht. Den Ernst der Lage hat jeder erkannt, einzig und allein bleibt die Ungewissheit, ob diese Mannschaft überhaupt noch den Bock umstoßen kann. Zu viele Fragen, zu wenig Antworten. Herbert Müller kämpft wie ein Stier oder doch eher wie Don Quichote? Das Letzte wollen wir nicht hoffen. Der Trainerfuchs weiß, wie Frauenhandball geht, daran liegt es einfach nicht. Am Mittwoch muss ein Sieg her, ohne Schönheitspreis, aber mit Kampfgeist, Konzentration, eisernem Willen.

Zum Kader:
Der ist mit dem Ausfall von Dominika Zachova noch etwas kleiner geworden. Miranda Schmidt-Robben steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Ansonsten, wie zuletzt.

Bericht: HaJo Steinbach/Bernd Hohnstein

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