Der Wiedehopf kehrt zurück

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Der NABU Thüringen ruft dazu auf Sichtungen des Wiedehopfs aus Thüringen zu melden

Jena – Die wenigsten, die den Wiedehopf zum Jahresvogel 2022 gewählt haben, dürften ihn selbst einmal in der Natur gesehen haben, denn er kommt nur in einigen Regionen Deutschlands vor, wie zum Beispiel im Südwesten am Kaiserstuhl oder der Lausitz im Nordosten. In Thüringen existieren nur verstreute Einzelvorkommen des Wiedehopfs.

„Damit wir mehr über die Vorkommen des Wiedehopfs in Thüringen erfahren, rufen wir dazu auf, Sichtungen zu melden“, sagt Klaus Lieder, ein Vogelexperte beim NABU Thüringen. „Wenn wir wissen wo der bunte Vogel vorkommt, können wir mehr für seinen Schutz unternehmen.“ Wiedehopfmeldungen aus Thüringen können einfach über die Webseite www.NABU-Thueringen.de/wiedehopf eingegeben werden.

Der Vogel mit der auffälligen Federhaube ist im Freistaat sehr selten. Bekannt sind zum Beispiel Bruten aus dem Saaletal und aus dem Altenburger Land. Gründe für die Seltenheit des faszinierenden Zugvogels liegen in der Intensivierung der Landwirtschaft. Übermäßiger Einsatz von Pestiziden führt dazu, dass er kaum noch große Insekten als Nahrungsgrundlage findet. „Als NABU helfen wir dem Wiedehopf indem wir geeignete Lebensräume wie Streuobstwiese oder insektenreiches Offenland pflegen und an der ein oder anderen Stelle Nistkästen anbieten“, erklärt Klaus Lieder. „Allerdings könnte der auffällige Vogel noch mehr aktive Unterstützung gebrauchen. Deshalb ist es gut zu wissen wo genau sich Wiedehopfe in Thüringen aufhalten.“ Beim Beobachten von Wiedehopfen bittet der NABU Thüringen um Rücksichtnahme. Es gilt: Nur aus der Ferne zu beobachten und ihm in seinen Brutgebieten nicht zu nahe zu kommen. Nähere Informationen unter: www.NABU-Thueringen.de

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