Mit Mallet 99 5906 zum Brocken

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Schon vor Monaten lud man seitens der Eisenbahnfreunde, der Interessengemeinschaft Harzer Schmalspurbahnen e.V., zu einer Brockenfahrt ab Nordhausen ein, bei der besonders Foto- und Videofreunde auf ihre Kosten kommen sollten. Ich nahm daran teil.
Planmäßig gab es Scheinanfahrten und eine Doppelausfahrt. Das kühle und sensationelle Kaiserwetter wirkte sich sehr positiv aus. Dieses ließ enorme Dampfwolken entstehen.
Aus betriebsinternen Gründen änderte sich kurzfristig die Lok, welches das Gespann, bestehend aus den Traditionszugwagons, auf den Schienen bewegte. So heizte man, einen Tag zuvor, in Wernigerode zügig die letzte betriebsfähige Mallet, mit der Nummer 99 5906, an. Leider geht diese Maschine, Baujahr 1918, am 15. Mai auf ihre  letzte Reise.
Pünktlich um 09.01 ging es dann los. Die ersten Signale auf grün, Regler auf und mit etwa 12 Bar Druck ging es gen Niedersachswerfen, wo dann auch die ersten 2 Scheinanfahrten stattfinden sollten. Anschließend nächster Halt in Ilfeld. Nachdem hier die Fahrgäste mit Proviant versorgt wurden, setzte der Zug die Fahrt fort nach Eisfelder Talmühle, wobei es aber zwischendurch am Netzkater eine weitere Scheinanfahrt statt fand.
Am Bahnhof Eisfelder Talmühle wurden die Wasservorräte ergänzt und mit dem Regelzug ab Nordhausen, gezogen von einem Harzkamel, eine Doppelausfahrt inszeniert.
Auf dem weiteren Weg nach Drei-Annen-Hohne gab es hinter Benneckenstein eine weitere Scheinanfahrt. Im Bahnhof 3AH wurden dann die Kohlevorräte ergänzt, welche dann, aufgrund der Qualität, auf der Rückfahrt noch für Probleme sorgen sollten.
Über Schierke ging es dann zum Brocken. Der Fahrtwind war recht kühl und ließ beinahe die Finger absterben. Die Wetterbedingungen auf dem Gipfel waren recht gut. Es blieben knapp 90 Minuten Aufenthalt. Also genug Zeit für eine Erbsensuppe beim Brockenwirt, obligatorische Fotos am Brockenstein und ein Besuch im Brockenmuseum.
Auch auf der Rückfahrt versorgte das Team der IG-HSB e.V. die Fahrgäste mit wärmenden Glühwein, Kaffee und Kuchen und vielen anderen Spezialitäten. Rundum eine tolle Fahrt.
Mit etwas Verspätung wurde Nordhausen wieder erreicht.
Andreas Grunwald
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