THC verschenkt Punkte

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In eigener Halle musste sich der Thüringer HC mit 23:26 (12:14) gegen den SV Union Halle-Neustadt geschlagen geben.

Der Tabellensechste überzeugte durch schnelles Umschaltspiel und einer überragenden Anica Gudelj zwischen den Pfosten. Mangelnde Chancenverwertung und eine phasenweise zu löchrige Abwehr waren an diesem Abend das Zünglein an der Waage. Beste Werferin für den Thüringer HC war Kerstin Kündig mit fünf Toren. Mit je sechs Toren erzielten Simone Spur Petersen und Helena Mikkelsen die meisten Treffer für die Wildcats. Halle hatte gegen den Thüringer HC noch etwas gut zu machen. Das Aus gegen die Thüringerinnen im DHB-Pokal schmerzte die Wildcats noch immer.

Die Gastgeberinnen legten zunächst vor, auf der Gegenseite glich Julia Niewiadomska von der Strafwurflinie aus. Nach fünf gespielten Minuten parierte Rinka Duijndam und verhinderte den Ausgleich der Hallenserinnen – 3:2. Der THC machte Druck und versuchte das Tempo hochzuhalten, Halle hielt aus einer offensiven Abwehr dagegen und blieb dran. Anica Gudelj parierte in der Anfangsphase einige Bälle auf ihr Tor und verhinderte so eine frühe deutliche Führung des THC. Nach der 10. Minute stand ein 4:4 auf der Anzeigetafel, Kerstin Kündig erhöhte für die Gastgeberinnen. Camilla Askebjerg Madsen brachte drei Minuten später ihre Mannschaft mit 5:6 erstmals in Führung.

Der THC tat sich Mitte der ersten Halbzeit im Abschluss schwer, immer wieder scheiterte man an Anica Gudelj im Tor der Saalestädterinnen. Nach dem Tor zum 6:7 zog ein sichtlich unzufriedener Herbert Müller in der 16. Minute die grüne Karte und bat zum Gespräch. Zu viele einfache Chancen ließ seine Mannschaft liegen, zum Glück lief bei den Wildcats auch nicht alles rund. Neun Minuten vor der Pause lagen die Gäste mit 8:7 vorn. Die Gäste legten zwischenzeitlich zwei Tore vor, der THC musste sich bemühen, um dran zu bleiben. Knapp drei Minuten vor der Pause traf Asli Iskit per Siebenmeter zum 10:11. Halle ließ sich nicht beeindrucken und verteidigte bis zur Halbzeit den knappen Vorsprung und mit 12:14 gingen beide Mannschaften in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit sollte der THC effektiver an der Wurfausbeute arbeiten. In der Abwehr standen beide Teams nicht schlecht und die Torfrauen überzeugten mit sehenswerten Paraden. Die Gäste erwischten jedoch den besseren Start und baute ihre Führung auf drei Tore aus – 12:15.

Im Angriff hatte der THC mehrfach Pech, so sprang der Ball von der Querlatte und nach mehreren Pfostentreffern zurück in Feld. Mit einem Strafwurftor erhöhten die Wildcats auf 12:16. Nach einer Fußberührung schaltete Lydia Jakubisova schnell und startete in Richtung gegnerisches Tor. Das Anspiel kam schnell und der Ball landete im Netz. Die Saalestädterinnen witterten ihre Chancen und taten alles, um den Vorsprung zu verteidigen. Der Thüringer HC machte es den Gästen mit Pfostentreffern, Ballverlusten und verworfenen Bällen einfach. Die sich ergebenden Möglichkeiten nutzten die Frauen aus der Saalestadt geschickt und zwangen Herbert Müller nach dem 21. Treffer zum nächsten Team Timeout. Sechszehn Minuten blieben den Thüringerinnen das Spiel zu drehen – 15:20. Die Sachsen-Anhaltinerinnen erhöhten weiter und eine Minuten später führten die Gäste deutlich mit 15:22.

Trainer Herbert Müller zeigte sich mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen unzufrieden und kassierte nach lautstarker Beschwerde eine Zeitstrafe. Das machte den Vorteil eines Überzahlspiels zunichte. Die hohe Führung motivierte die Gäste zusehends. Nach 48 Minuten rief Katrin Welter ihre Mannschaft beim Stand von 17:23 an die Seitenlinie. Die Schlussphase begann mit drei Treffern in Folge für den THC. Knapp sieben Minuten vor dem Spielende kämpften sich die Thüringerinnen auf ein 21:23 heran und hielten das Spiel offen. Wieder einmal machte es der THC für die Zuschauer in der Salza-Halle spannend, doch die Zeit lief für die Gäste. Zwei verwandelte Strafwürfe brachten die Wildcats mit 21:25 in Führung. Herbert Müller setzte alles auf eine Karte und agierte im Angriff mit der siebten Feldspielerin und einer offensiven, früh störenden Abwehr. Katrin Welter nahm 48 Sekunden vor dem Abpfiff eine taktische Auszeit.

Das Spiel war beim Stand von 23:25 vorentschieden. Nach dem Wiederanpfiff netzte Vanessa Dierks noch mal für ihre Mannschaft ein. Der THC musste sich nach 60 Minuten im Derby gegen den SV Union Halle-Neustadt mit 23:26 geschlagen geben. Die Wildcats revanchierten sich somit für die Niederlage im DHB-Pokal. Statistik: Thüringer HC: Petra Blazek, Rinka Duijndam; Annika Meyer 1, Yuki Tanabe, Dominika Zachova 1, Asli Iskit 4/3, Anika Niederwieser 3, Luca Szekerczes, Lamprini Tsakalou 3, Kerstin Kündig 5, Lydia Jakubisova 3, Johanna Reichert, Josefine Huber 2, Miranda Schmidt-Robben 1. SV Union Halle-Neustadt: Anica Gudelj, Lara-Sophie Lepschi; Pia Frederike Dietz, Edita Nukovic 1, Camilla Askebjerg Madsen 4, Judith Tietjen, Simone Spur Petersen 6, Swantje Heimburg, Lea Gruber 2, Lena Smolik, Leonie Nowak, Helena Mikkelsen 6, Julia Niewiadomska 5/5, Julia Redder, Vanessa Dierks 1, Marija Gudelj 1. Strafwürfe: 3/3 – 5/5. Zeitstrafen: 3 – 3. Zuschauer: 680. Schiedsrichter: Lucas Hellbusch/Darnel Jansen. Bericht: Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann

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