Das 1. Kammerkonzert des Loh-Orchesters steht unter dem Motto »Prag nach Paris«

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Das 1. Kammerkonzert des Loh-Orchesters steht unter dem Motto »Prag nach Paris« und hat seine erste Aufführung am 13. Oktober um 19 Uhr im Kunsthaus Meyenburg, Nordhausen. Die Musiker*innen Aleksandra Zubova (Violine), Sylvia Weber, (Violine),Tobias Hauer (Viola), Lidewij Faber (Violoncello), Martina Zimmermann (Kontrabass) Britta Corell-Zerres (Trompete) und Ronald Uhlig (Klavier) musizieren Werke von Antonín Dvořak, Camille Saint-Saëns und Richard Strauss.

Weitere Konzerte gibt es am 31. Oktober 2021, 11.00 Uhr, Crusiskirche, Sondershausen und am 4. Dezember 2021, 19.00 Uhr, Bankettsaal, Schloss Heringen.

1. KAMMERKONZERT

»Von Prag nach Paris«

13. Oktober 2021, 19.00 Uhr, Kunsthaus Meyenburg, Nordhausen
31. Oktober 2021, 11.00 Uhr, Crusiskirche, Sondershausen
4. Dezember 2021, 19.00 Uhr, Bankettsaal, Schloss Heringen

Antonín Dvořak Streichquintett G-Dur op. 77

Camille Saint-Saëns Septett Es-Dur op. 65

Richard Strauss Vier Stücke für Klavier

Violine Aleksandra Zubova, Sylvia Weber

Viola Tobias Hauer

Violoncello Lidewij Faber

Kontrabass Martina Zimmermann

Trompete Britta Corell-Zerres

Klavier Ronald Uhlig

Das Streichquintett steht ganz am Anfang des böhmischen Komponisten Antonín Dvořak. Dvořak, von dem man so berühmte Kompositionen wie seine 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ kennt oder sein Cellokonzert h-Moll op. 104, hat auch viel Kammermusik geschrieben. Streichquintette sind insgesamt drei entstanden, sein zweites, das G-Dur-Quintett komponierte er 1875 als Wettbewerbskomposition im Fach Kammermusik und gewann damit. Bei der Uraufführung am 18. März 1876 hatte das Quintett noch 5 Sätze, nämlich mit einem Intermezzo aus seinem „Streichquartett e-Moll“ (1870), das Dvořak für die Druckausgabe später herausgenommen hatte, und dann zu einem selbstständigen Stück für Streichorchester umarbeitete. 1883 gab er es als „Nocturne“ op. 40 heraus. Für das G-Dur Streichquintett wählte Dvořak die seltene Besetzung von Streichquartett mit Kontrabass, üblich war eine Besetzung mit zwei Violoncelli bzw. zwei Bratschen.

Damit brachte Dvořak eine ungewohnt dunkle Farbe in die Komposition und erhöhte die orchestrale Wirkung des Quintetts. Diese orchestrale Klangfülle sowie die volkstümliche, temperamentvolle Klangsprache machen es zu einem beliebten Werk der Königsdisziplin Kammermusik.

Im Septett des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns gesellen sich Trompete und Klavier zu der vorigen Quintettbesetzung. Das Septett, welches Saint-Saëns 1879/80 komponierte, huldigt dem neobarocken Stilideal. Es ist brillant und witzig gleichermaßen. Saint-Saëns setzte sich sehr für die Förderung der in Frankreich etwas vernachlässigten Gattung der Kammermusik ein. Mit der Gründung der „Société Nationale de Musique“ (1871) verhalf er vor allem neuer französischer Musik zur Anerkennung und insbesondere der Gattung Kammermusik. Seine eigene Kammermusik hat in Deutschland noch nicht die ihr gebührende Anerkennung gefunden. Möge dieses Kammerkonzert mit Musiker*innen des Loh-Orchesters dazu beitragen.

Vier Stücke für Klavierquartett von Richard Strauss runden das Programm ab.

Die kammermusikalischen Werke von Richard Strauss entstanden fast alle vor seinen großen Orchesterwerken und Opern.

Die vier Stücke für Klavierquartett zählen auch zu seinem Frühwerk und sind Gelegenheitswerke, die völlig unabhängig voneinander in den Jahren 1884 bis 1893 entstanden. Wofür Strauss sie schrieb, weiß man bei den ersten beiden Stücken nicht, die beiden letzten sind “Meinem lieben hochverehrten Onkel Herrn Kommerzienrat Georg Pschorr gewidmet. Der Herr Kommerzienrat war der Bruder von Strauss’ Mutter und Inhaber des Brauhauses Pschorr in München.

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