Was wenn die Roboter übernehmen?

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Mit dem Einzug der Maschinen in den Arbeitsalltag hat die Welt schon ihre Erfahrungen machen dürfen. Der Fortschritt der Automatisierung hat auch im 21. Jahrhundert nicht halt gemacht. Zum analogen Roboter kommt heute die digitale Vernetzung und der Arbeitnehmer sieht sich mit einer neuen industriellen Revolution konfrontiert. Wo der Mensch bei all der Technik bleibt und wie Lösungsansätze aussehen könnten, darüber hatte der Verein „Bedingungsloses Grundeinkommen Nordhausen e.V.“ in der vergangenen Woche im Weltladen gesprochen.

Zur Einführung wurde die ARD-Reportage „Schichtwechsel – die Roboter übernehmen“ gezeigt. Industrie 4.0 ist längst keine Zukunftsmusik mehr, der Film zeigt anhand verschiedener Beispiele wie weit man heute schon ist. „Es betrifft am Ende so gut wie jeden weil vom Bankwesen bis zum Autobau so gut wie jede Branche betroffen sein wird“, sagte Susanne Schickschneit vom Verein BGE Nordhausen.

Am Beispiel Volkswagen zeigt die Reportage, die auch in der Mediathek der ARD zu finden ist, die volkswirtschaftliche Realität – die Neueinstellungen würden sich zu Gunsten der Automatisierung hier in Zukunft in Grenzen halten, kostet den Konzern doch eine menschliche Arbeitsstunde im Schnitt 40 Euro, eine maschinelle gerade einmal drei bis sechs Euro, heißt es in Film.

„Wir brauchen eine ernsthafte Auseinandersetzung darüber welchen Stellenwert Erwerbsarbeit bei uns in Zukunft haben soll. Arbeit gibt es viel aber nicht von jeder Arbeit kann man auch Leben“, sagten Schickschneit und ihre Mitstreiter, die mit den größtenteils jungen Gästen über eben jene Fragen diskutierte. Handlungsbedarf gebe es schon heute, so das Fazit des Abends, die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens müsse in jedem Fall ausprobiert werden.

Eine nächste Gelegenheit, mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen, bietet sich am 07. Juli ab 19 Uhr zum offenen monatlichen BGE-Stammtisch in der Gaststätte “Brandenburg” in Nordhausen.

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