Verantwortungsvoller Herdenschutz ist jetzt wichtig – Der NABU Thüringen mahnt im Umgang mit dem Wolf zur Besonnenheit

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Jena – In Bezug auf die gerissenen Schafe bei Ohrdruf mahnt der NABU Thüringen zur Besonnenheit und zum verantwortungsvollen Herdenschutz. Den von manchen Politkern und Schäfern geforderten Abschuss von Wölfen hält der Verband für blinden Aktionismus. „Viel wichtiger ist es jetzt, dass die Tierhalter um den Standortübungsplatz Ohrdruf innerhalb des bekannt gegebenen Wolfsgebietes ihre Herdenschutzmaßnahmen verstärken“, fordert Silvester Tamás ein Sprecher, der Landesarbeitsgruppe Wolf im NABU Thüringen.

Im Umgang mit dem Wolf werden Tierhalter in Thüringen nicht alleine gelassen. Schon seit 2013 hat das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz einen Wolfmanagementplan erstellt und seit 2015 gibt es eine Förderrichtlinie, welche die Zuwendungen für geeignete Herdenschutzmaßnahmen regelt. „Seit 3 Jahren fühlt sich eine Wölfin auf dem Standortübungsplatz bei Ohrdruf wohl. Die meisten Schäfer haben sich mittlerweile auch auf das Tier eingestellt. Wichtig ist es jetzt, den Herdenschutz zu verbessern.

Wir raten, mindestens die bestehenden Zäune auf mehr als 120 Zentimeter mit Breitbandlitzen und Flatterbändern zu erhöhen. Wichtig ist aber auch die Anschaffung von Herdenschutzhunden. Die Hunde bieten den besten Wolfsschutz und können sogar vor Übergriffen gegen Wolfsrudel schützen“, erklärt Silvester Tamás. Hat sich ein Wolf erst mal daran gewöhnt, die bisher noch oft verwendeten Zäune mit einer Höhe von 90 Zentimetern zu überspringen, wird er dies immer wieder tun. Im Wolfsgebiet müssen jetzt die Schutzmaßnahmen ausgebaut werden. Die Förderlichtlinie Wolf sieht hier eine Unterstützung für Tierhalter vor.

Ansprechpartner für Rückfragen: Silvester Tamás ein Sprecher der Landesarbeitsgruppe Wolf im NABU Thüringen, Tel.: 0 36 42 7 / 21 726, Tel.: 0177 / 557 34 34
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(Foto: Stefan Böttner)

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