Tiertransporter verunglückt auf Autobahn – 98 Ferkel gerettet, Insassen leicht verletzt

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Ein Tiertransporter, der etwa 700 Ferkel transportierte, ist am Donnertag auf der Autobahn verunfallt. 98 der Tiere konnten durch Feuerwehr und Veterinäramt lebend gerettet werden. Die anderen rund 600 Ferkel verendeten bei dem Unglück. Fahrer und Beifahrer des Lkws wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Der Unfall ereignete sich gegen 11.30 Uhr auf der Autobahn 38 in Richtung Göttingen Höhe der Anschlussstelle Arenshausen. Fahrer und Beifahrer des Lkws konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und wurden durch den Rettungsdienst versorgt. Die Polizei Niedersachsen richtete eine Vollsperrung der Autobahn in beide Fahrtrichtungen sowie eine Ableitung des Verkehrs über die Autobahnabfahrt Arenshausen ein. Die Feuerwehr Heiligenstadt, welche als erste Feuerwehr an der Unfallstelle eintraf, stellte zunächst den Brandschutz sicher und fing aus dem Lkw laufenden Diesel auf. Parallel dazu wurden die für den Autobahnabschnitt zuständigen Feuerwehren Arenshausen und Uder nachalarmiert. Nach Eintreffen übernahm Ricardo Jecht von der Arenshäuser Wehr die Einsatzleitung.

Die Priorität lag nun darin so viele wie möglich der im Sattelauflieger gefangenen Ferkel zu retten. Dazu wurden sowohl die Hecktüren als auch Seitenklappen geöffnet. Auf Grund einer erhöhten Konzentration explosionsfähiger Gase im Bereich des verunfallten Lkws mussten diese Arbeiten unter Atemschutz durchgeführt werden. Anschließend holten Einsatzkräfte zusammen mit Mitarbeitern des Veterinäramtes die noch lebenden Tiere aus dem Auflieger. Weiterhin wurde im hinteren Bereich des Aufliegers ein provisorisches Gatter aus Leitern und Schläuchen errichtet, um die überlebenden Ferkel in einen anderen Tiertransporter zu leiten.
Nachdem in Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt ein Sichtschutz aus Bauzäunen und Planen zur Fahrspur in Richtung Leipzig errichtet worden war, konnte diese wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zum Abtransport der verendeten Ferkel kam auch ein Teleskoplader des THWs Northeim zu Einsatz.
Um den langen und personalintensiven Einsatz zu bewältigen kamen neben den Feuerwehren aus Heiligenstadt, Uder, Arenshausen und Leinefelde auch die Feuerwehren Schachtebich und Burgwalde zum Einsatz. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte, drunter 13 aus Heiligenstadt vor Ort.

Text: Franz Bierschenk

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