Südharzer Delegation hospitiert an dänischen Schulen

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Eine Nordhäuser Delegation mit Vertretern des Landratsamtes und Schulleitern sowie Lehrern besuchten für einen fachlichen Austausch jetzt für fünf Tage in Dänemark Schulen und zuständige Mitarbeiter der Kommunen. Das Projekt wurde in Kooperation der beiden ESF-finanzierten Projekte des Landratsamtes „Bildung integriert“ und „Europa-Service Nordthüringen“ organisiert und begleitet. Hintergrund des transnationalen Austausches ist die Förderung der Digitalisierung im Bildungswesen. Der Fachbereich Schulverwaltung des Landkreises hat dazu bereits mehrfach Veranstaltungen durchgeführt. Ziel soll es sein, als Schulträger gemeinsam mit den Schulen den Weg der Digitalisierung zu bestreiten. Durch die enge Zusammenarbeit soll eine einheitliche kommunale Strategie entstehen, wie die Medienkompetenzen der Schüler durch den Einsatz multimedialer Lernmittel und Lehrformen gefördert werden können. Sowohl in der technischen Ausstattung der Schulen als auch bei den Lehrplänen und pädagogischen Instrumenten hat sich ein Nachholbedarf entwickelt. Insbesondere am Übergang Schule-Beruf zeigt sich zunehmend, dass die Absolventen – speziell bei den digitalen Kompetenzen – Schwierigkeiten haben, die Anforderungen der Arbeitswelt zu erfüllen.

In den dänischen Gemeinden Vejle und Herning besuchten die Nordhäuser mehrere Schulen und Verwaltungen. Insbesondere das nahtlose Ineinandergreifen von Pädagogik und Technik sowie die dadurch möglichen Formen und Alternativen der Unterrichtsgestaltung waren für die Schulvertreter und Verwaltungsmitarbeiter sehr interessant. Neben der Hospitation von mehreren Unterrichtsstunden konnte die Delegation ebenso über technische Umsetzungen, Datenschutzbestimmungen, bauliche Besonderheiten, Unterrichtsgestaltung, Finanzierungsmöglichkeiten und Schulalltag diskutieren.

Alle Beteiligten haben den Austausch als sehr erfahrungsreich bewertet. „Die Eindrücke waren sowohl für uns als Verwaltung als auch für die Schulleiter sehr gewinnbringend. Die harmonische Verknüpfung von digitalen Medieneinsatz und Unterrichtsgestaltung funktioniert im dänischen System beeindruckend gut. Natürlich muss man die Digitalisierung des Lernens und Lehrens als strategischen Prozess ansehen. Wir wollen dafür nun im Landkreis Nordhausen ein Fundament bilden und einen Prozess beginnen. In Dänemark ist damit übrigens 2005 im Rahmen einer landesweiten Initiative begonnen wurden“, erläutert Hans-Georg Müller, Fachbereichsleiter der Schulverwaltung. „Auch im politischen Kontext ist das Thema aktuell sehr präsent und wir gehen davon aus, dass mit der neuen Bundesregierung auch entsprechende Förderprogramme initiiert werden. Bis dahin wollen wir regional mit dem Neubau des Humboldt-Gymnasiums auch in technischer Sicht ein Benchmark-Objekt bauen und gleichermaßen eine kreisweite medienpädagogische IT-Strategie entwerfen.“

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