Storchenhelfer im Einsatz – NABU Thüringen errichtet Storchennisthilfe im Kyffhäuserkreis

0

Jena – Störche haben es in Thüringen nicht gerade leicht. Ihnen fehlt es an geeigneten Nahrungsgebieten und Möglichkeiten zum Brüten. Mit einer Nisthilfe soll jetzt ein Stor-chenpärchen nach Gorsleben im Kyffhäuserkreis gelockt werden. In einer gemeinsamen Aktion errichteten die Gemeinde und die Freiwillige Feuerwehr Gorsleben sowie der NABU Thüringen und die Agrar-GmbH Oldisleben am Donnerstag, den 22.03.2018, eine Storchennisthilfe. „Es ist ein Glücksfall, dass sich so viele Akteure für das Vorhaben einsetzen“, sagt Stephanie Krautz, die zusammen mit Ina Zeller das ENL-Projekt „Frosch- und Vogelweiden 3“ für den NABU koordiniert. „Gorsleben ist die zweite Storchennisthilfe, die wir im Rahmen unseres Projektes errichtet haben. Das Umfeld der Gemeinde mit seinen weitreichenden Auenwiesen und Weiden stellt einen reich gedeckten Tisch für die Störche dar.“

Die fleißigen Helfer, die zu dem Termin erschienen sind, ließen sich von dem eisigen Wetter mit gelegentlichen Regenschauern nicht abhalten, Adebar sein neues Nest zu bauen. Schnell war der vorgeflochtene Korb mit Weiden- sowie Obstbaumästen ausgepolstert und mit weißer Naturfarbe bespritzt. „Die Weidenäste machen es dem Storch bequemer und erleichtern ihm den Einzug. Die weiße Farbe zeigt dem Storch, dass das Nest schon einmal besetzt war und suggeriert dem Vogel, dass es sich um einen sicheren Standort handelt, der eventuell auch schon für die Aufzucht von Jungtieren genutzt wurde“, erklärt Stephanie Krautz. Mithilfe einer Hebebühne setzten die Männer der Freiwilligen Feuerwehr und der Agrar-GmbH Oldisleben den Korb anschließend auf den Mast.

Angeboten hat sich das Vorhaben, weil nahe dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr eine Stromtrasse zurückgebaut und einer der Betonpfeiler neben das Vereinsgebäude der Freiwilligen Feuerwehr versetzt wurde. „Dieser Betonpfeiler hat sich nun wunderbar dafür geeignet, einen Storchenkorb darauf zu montieren“, berichtet Stephanie Krautz. Den benötigten Metallunterbau für den Storchenkorb hat die Agrar-GmbH Oldisleben gebaut und stellte diesen kostenlos zur Verfügung. Die Idee für das Vorhaben lieferte der Bürgermeister von Gorsleben, Dietmar Strickrodt. Er hatte in der Zeitung gelesen, dass der NABU Thüringen Storchennisthilfen im Freistaat aufstellt. Den Kontakt zwischen der Gemeinde und dem NABU hat Frau Wicht von der Naturparkverwaltung Kyffhäuser hergestellt. Alle Beteiligten sind nun gespannt, wann sich das erste Storchenpärchen auf der Nisthilfe niederlässt.

Der etwa 1,30 Meter große Korb wird im Rahmen des ENL-Projektes „Frosch- und Vogel-weiden 3“ errichtet. Das vom Freistaat Thüringen geförderte Vorhaben wird durch Mittel der Europäischen Union, im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), kofinanziert.

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmail
Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*