Schulden des Landkreises sinken weiter

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Der Landkreis Nordhausen hat in den letzten fünf Jahren seine Schulden deutlich abgebaut. Bei der Amtsübergabe 2012 von Joachim Claus (CDU) an Birgit Keller (LINKE) lag der Schuldenstand bei rund 38 Millionen Euro. Schon während der Dienstzeit von Birgit Keller sank die Schuldenlast erheblich – Ende 2014 standen nur noch rund 32 Millionen Euro zu Buche. Dieser Schuldenabbau von rund 6 Millionen Euro binnen zwei Jahren setzt sich seit dem Amtsantritt von Matthias Jendricke (SPD) fort: Ende vergangenen Jahres hatte der Landkreis laut Statistischem Landesamt nur noch rund 26 Millionen Euro Schulden. Die Pro-Kopf-Verschuldung fiel damit deutlich von 428 Euro im Jahr 2010 auf 306 Euro in 2016. „Ich habe schon in der Vergangenheit gesagt, dass der Landkreis Nordhausen im Grunde nach kein Verschuldungsproblem hat“, so der Landrat. „Im Gegenteil: Wir tragen leider einen riesigen Investitionsstau vor uns her, bei Schulen, Straßen, Radwegen und vielem mehr. Deshalb wünschte ich mir, dass wir viel mehr investieren und somit das aktuell niedrige Zinsniveau nutzen könnten.“

Der Gesamtschuldenstand umfasste Ende 2016 rund 9 Millionen Euro Investitionskredite und rund 17 Millionen laufende Kassenkredite, die aus früheren Haushaltsfehlbeträgen resultieren. „Letzteres ist der Grund, warum sich der Landkreis seit Jahren in der Haushaltskonsolidierung befindet“, erläuterte Jendricke. „Deshalb ist es umso erfreulicher, dass wir im letzten Jahr zum ersten Mal seit 2001 einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet haben, wenn auch nur ein bescheidenen von rund 100.000 Euro, was aber immerhin eine Trendwende bedeutet.“ Jendricke verschwieg nicht, dass sich die besseren Haushaltszahlen auch dadurch ergeben, weil das Land in den vergangenen Jahren Bedarfszuweisungen in Millionenhöhe glücklicherweise bereitgestellt hat. Durch das günstige Zinsniveau muss der Landkreis zudem für seine Kassenkredite deutlich weniger Zinsen zahlen – waren es vor zehn Jahren noch rund 560.000 Euro im Jahr, so waren es im vergangenen Jahr nicht einmal mehr 6.000 Euro. Der Landkreis Nordhausen wird seine Schulden weiter abbauen und durch die geplante Tilgung die Investitionskredite bis Ende dieses Jahres auf unter 8 Millionen Euro absenken.

Um die so wichtigen Investitionen im Schulbereich trotz der laufenden Haushaltskonsolidierung des Landkreises realisieren zu können, arbeitet der Landkreis eng mit seiner eigenen Service Gesellschaft zusammen. Erfolgreich umgesetzt hat die Service bereits den Bau der neuen Turnhalle der Oberschule Ellrich. Auch das Hauptgebäude des Humboldt-Gymnasiums in Nordhausen kann so nun endlich saniert werden – unterstützt mit 5 Millionen Euro Fördermittel vom Land, die die Thüringer Infrastrukturministerin Birgit Keller in dieser Woche übergeben hat.

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