Richtig Trinken: Tipps für hohe Temperaturen

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Doch nochmal Sommer: Es wird heiß am Wochen­ende. Da heißt es: trinken, trinken, trinken. Stiftung Warentest hat sich diesem Thema angenommen und hier ein paar Tipps zusammengestellt…Etwa zwei bis drei Liter Flüssig­keit verliert jeder Mensch am Tag – bei Hitze oder sport­licher Aktivität oft noch mehr. Diese Verluste müssen ersetzt werden, sonst leidet das Wohl­befinden und die Leistungs­fähig­keit sinkt. Doch wie viel Flüssig­keit ist genug? Und was ist am besten zum Durst­löschen geeignet: Mineral­wasser, Tee, Frucht­saft, Bier oder doch Kaffee? test.de gibt Tipps, damit Sie bei der Hitze nicht schlapp­machen.

Zwei Liter pro Tag sollten es sein

Der Mensch besteht über­wiegend aus Wasser. Bei Säuglingen beträgt der Wasser­anteil rund 70 Prozent, bei Erwachsenen 50 bis 55 Prozent. Etwa fünf Prozent davon verliert jeder täglich – vor allem durch Urin und Schweiß. Für einen Erwachsenen sind das zwei bis drei Liter Flüssig­keits­verlust, bei viel Bewegung, Hitze oder Durch­fall sogar mehr. Die Verluste müssen ersetzt werden. Wer zu wenig trinkt, wird meist müde und schlapp. Auch Kopf­schmerzen können die Folge sein. Zudem sinkt die Leistungs­fähig­keit. Ein biss­chen Flüssig­keit produziert der Körper übrigens selbst: Rund 300 Milliliter liefert er als Oxidations­wasser, das beim Abbau von Nähr­stoffen entsteht. Auch die Nahrung bringt etwa einen Liter Wasser an Bord. Bleiben andert­halb bis zwei Liter, die ein Erwachsener im Normalfall noch braucht. Dabei kommt es aber auch darauf an, welche Lebens­mittel er isst. Obst und Gemüse wie Melone, Gurke oder Orangen, bestehen über­wiegend aus

Wasser – auch das zählt in der Flüssig­keits­bilanz.

Tipp: Am besten geeignet, um den Flüssig­keits­speicher regel­mäßig aufzufüllen: Wasser. Es ist kalorien­arm und preisgünstig. In unserem
Produktfinder Mineralwasser finden Sie Tester­gebisse zu 77 natürlichen Mineralwässern – mit viel, wenig oder ganz ohne Kohlensäure. Übrigens: In Deutsch­land kann auch Leitungs­wasser meist bedenkenlos zum Durst­löschen verwendet werden. Die Stiftung Warentest hat aktuell 28 Trink­wasser­proben aus dem gesamten Bundes­gebiet untersucht:
Test Leitungswasser.

Aufs Durst­gefühl ist nicht immer Verlass

Das Durst­gefühl setzt erst ein, wenn der Körper schon viel Flüssig­keit verloren hat. Aber es ist nicht immer verläss­lich. Gerade ältere Menschen sollten auch dann trinken, wenn sie noch keinen Durst verspüren. Das gilt auch bei körperlicher Belastung oder bei Hitze, wenn besonders viel Flüssig­keit wichtig ist.

Tipp: Trinken Sie zu jeder Mahl­zeit und auch zwischen­durch. Im Normalfall reichen andert­halb bis zwei Liter pro Tag. Beim Sport ist es richtig, den Tank vorher zu füllen. Wenn Sie etwa einen Marathon planen, müssen Sie schon am Vortag die Wasser­speicher füllen und reichlich trinken. Direkt vor dem Lauf reicht dann oft schon ein halber Liter. Später sind etwa alle 20 bis 40 Minuten Trink­pausen fällig.

Über­wässerung – möglich, aber extrem selten

Viel Trinken ist wichtig. Doch bei bestimmten Erkrankungen wie Herz- und Nierenleiden muss der Arzt die Flüssig­keits­zufuhr bestimmen. Auch von Marathonläufern sind Über­wässerungs­probleme bekannt: Läufer hatten über­reichlich pures Wasser getrunken und daher – relativ gesehen – zu wenig Salz im Körper. Im Extremfall kann das sogar zum Tod führen. Kinder­ärzte kennen Über­wässerung auch bei Babys, wenn diese über längere Zeit zum Beispiel einen Liter Flüssig­keit pro Tag zusätzlich bekommen. Das kann etwa dann passieren, wenn sie im Über­maß stark verdünnte Flaschen­nahrung trinken, weil sie sonst nicht satt werden. Aber keine Angst: Diese Fälle sind extrem selten.
Babymilch im Test (07/2016)

Auch Kaffee und Tee zählen

Das Koffein in Kaffee,schwarzem Tee und grünem Tee wirkt leicht entwässernd und entzieht dem Körper bei hoher Dosis auch Salz. Aber darauf stellt sich der Körper bei jedem, der Koffein gewohnt ist, ein. Die Wasser- und Salz­bilanz im Körper stimmt dann bald wieder. Es ist richtig, aber nicht zwingend notwendig, ein Glas Wasser zum Kaffee zu trinken.

Tipp: Früchte- und Kräuter­tees enthalten kein Koffein. Wenn Sie bei heißen Temperaturen warmen Tee trinken, kühlen Sie möglicher­weise durch das einsetzende leichte Schwitzen sogar ein wenig ab. Trinken Sie aber immer lang­sam und in kleinen Schlu­cken.

Diät: Wer weniger isst, sollte mehr trinken

–> lesen Sie weiter auf Stiftung Warentest….

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