Preisträgerin aus Nordhausen

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Dem Award-Fohlen wurde ein Bollenhut verpasst, die Cocktails schimmerten in den Kategorienfarben, virtuelle Whiskeyflaschen ragten hinter hölzernen Schwarzwaldtannen über die LED-Leinwand, in die der Barfernseher integriert war. Kreativität war die alles umspannende Überschrift über der Verleihung der Baden-Baden Awards 2017. „Kreativität“, so erklärte auch Oberlaudator Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, „ist ein Mittel, die Welt von heute zu gestalten, sie schöner zu machen. Kreativität bringt Neues hervor und neu denken führt zu einem Verlassen der gewöhnlichen Pfade.“

Der Nachwuchs der Kreativwirtschaft liegt auch der IHK Karlsruhe am Herzen, wie Vizepräsidentin Ariane Durian im Bartresen-Interview mit Moderator Andreas Müller betonte. „Wir wollten mit der Entwicklung des Baden-Baden Awards ein Podium schaffen, mit dem man für diese Kreativberufe werben kann.“ Die Kreativberufe, das sind die Bühnenmaler- Bühnenplastiker, Maskenbildner, Mediengestalter Bild und Ton, Veranstaltungstechniker, Requisiteure und Veranstaltungskaufleute, die für ihre kreativen Abschluss- und Projektarbeiten mit dem Majolia-Fohlen ausgezeichnet wurden; für Gorillamütter mit Nikolausmütze, Brunnen-Clown-Kartenspiel-Statuen, Frauen mit Schlangenschal oder Pferdeäpfel in Eistüten.

Das offizielle Motto „Stand Up for the Creatives“ hatte außerdem noch das Rahmenprogramm im Blick, das abwechslungsreiche Comedy bot. Omipräsent dabei Max Ruhbaum vom Theater Baden-Baden als Barkeeper, Comedian, Laudator und Erfinder des Russian Uhu auf Basis von Heißkleber und anderer den Berufen angepasster Cocktail-Kreationen. An seiner Seite die Freiburgerin Kerstin Luhr mit „Vegan-Intoleranz“ und der Karlsruher Markus Kapp, der musikalische Comedy bot.

Durch das Programm führte fast schon traditionell SWR3-Comedian Andreas Müller, der Angela Merkels Grußwort synchronisierte und das Scheitern der Jamaika-Koalition kommentierte.
Den zweiten Preis bei den Maskenbildnern holte sich Sarah Schröder vom Theater Nordhausen. Nach Aussagen der Jury hat die frisch gebackene Maskenbildnerin „eine hervorragende Frisur geschaffen, die sich gut proportioniert dem Gesicht anpasst. Die Fantasiemaske, der Bergkristallkopf, ist in ihrer Plastizität besonders überzeugend. Frau Schröder setzt ihre künstlerischen Mittel sehr gekonnt ein. Die Übergänge bei der Glatze sind hervorragend geschminkt und kaum erkennbar.

Und Marc Grandmontagnes Behauptung: „Diese Fachkräfte hinter der Bühne sind Teil der Zaubermaschine Theater, sie sind die Zaubermaschine Theater“, wurde von ihr und den übrigen Preisträgern eindrucksvoll belegt.
Die Auslobung des Preises erfolgt durch die IHK Karlsruhe. Veranstalter der Preisverleihung sind die Baden-Baden Award GmbH und die IHK Karlsruhe, unterstützt durch den Südwestrundfunk.

Foto:Claudia Nehm

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