Neue Stolpersteine für Nordhausen

0

Nordhausen (psv) Am Donnerstag, dem 22.März, werden ab 13 Uhr durch den Künstler Gunter Demnig vier neue Stolpersteine in Nordhausen gesetzt. Wo das sein wird, sagte jetzt die Beauftragte für Integration und Erinnerungskultur der Stadt Nordhausen, Dr. Cornelia Klose.

„Gewidmet werden die Steine den Nordhäuser Bürgern Emil Reichardt in der Rautenstraße 8, Arthur Warburg in der Karolingerstraße 31 sowie Dr. Paul Frohnhausen und Melanie Frohnhausen in der Alexander-Puschkin- Straße 18. Angeregt wurde diese Stolpersteinsetzung von einer Projektgruppe des Staatlichen Herder-Gymnasiums. Die Schüler haben im vergangenen Jahr eine App für die bereits 25 gesetzten Stolpersteine Nordhausens erstellt“, erklärt Frau Klose. Die App beschreibt neben den Schicksalen der 25 Menschen, denen diese kleinen Gedenksteine gewidmet wurden, die Geschichte der Stolpersteine allgemein sowie im Speziellen in Nordhausen im Rahmen der Erinnerungskultur.

„Zum Projekt gehörte natürlich auch, dass die Schüler auch selbst eine Stolpersteinsetzung mit initiieren wollten“, so Klose. Aus terminlichen Gründen des Künstlers sei das jetzt im März 2018 möglich. Die Schülerinnen und Schüler werden das Projekt erklären, weiterhin die Patenschaft für einen Stolperstein, den für Emil Reichardt, übernehmen und haben die Kosten dafür gespendet.

Eine weitere Schülergruppe dieses Gymnasiums wird jeweils bei der Setzung die vier Menschen vorstellen, die am 22. März einen Stolperstein erhalten. Beide Projekte entstanden in Kooperation mit dem Schulförderverein am Herder-Gymnasiums e.V. und der Beauftragten für Integration und Erinnerungskultur der Stadt Nordhausen.

Am Dienstag, dem 8. Mai 2018, um 18 Uhr, stellen die jungen Leute die Stolperstein-App im Lesesaal des Bürgerhauses vor.

Zu beiden Veranstaltungen laden die Organisatoren schon jetzt herzlich ein.

Die Projekte werden im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Thüringer Landesprogrammes für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk bunt“ des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport gefördert.

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmail
Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*