Jeder vierte Thüringer erhält Physiotherapie / Ausgaben seit 2014 um zehn Prozent gestiegen

0

Erfurt, 7. Februar 2018 – In Thüringen sind die Ausgaben für Physiotherapie-Verordnungen seit 2014 um fast zehn Prozent gestiegen. Bezogen auf jeden Versicherten hat die BARMER im Jahr 2016 im Durchschnitt rund 56,70 Euro ausgegeben, zwei Jahre zuvor waren es noch rund 52 Euro. Dies geht aus dem aktuellen Heilmittelreport der BARMER hervor. „Betrachtet man die Ausgaben nach Bundesländern, fällt eine enorme Spannbreite auf. Sie reichte im Jahr 2016 von 50 Euro in Bremen bis zu 81 Euro in Sachsen und 82 Euro in Berlin. Diese regionalen Differenzen sind derart groß, dass sie durch unterschiedlichen Häufigkeit oder Schwere von Erkrankungen nicht zu erklären sind“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin in Thüringen. Hier seien dringend weitere Untersuchungen zu den Ursachen erforderlich.

Jeder vierte Thüringer erhält Physiotherapie
Laut Kassenreport verordneten Thüringer Ärzte allein für Versicherte der BARMER im Jahr 2016 rund 133.000 Mal eine Physiotherapie. Damit kommt – rein statistisch gesehen – auf jeden zweiten Versicherten der Krankenkasse im Freistaat eine Verordnung. Die hohe Quote deckt sich mit einer Befragung des Robert-Koch-Instituts: Demnach sagte jeder vierte Thüringer, dass er mindestens einmal im Jahr zur Physiotherapie geht (s.u. Quelle). Nur in Brandenburg und Sachsen ist der Anteil höher. Auffällig ist, dass Frauen in Thüringen (30 Prozent) deutlich häufiger als Männer (20 Prozent) zur Physiotherapie gehen. Die meisten Physiotherapien werden von Hausärzten (46 Prozent) und Orthopäden (28 Prozent) verordnet. In Thüringen gab es im Jahr 2016 rund 1500 Physiotherapiepraxen, das sind rund 230 mehr als noch 2007, wie aus einer kleinen parlamentarischen Anfrage der CDU-Landtagsfraktion an das Thüringer Bildungsministerium hervorgeht. http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/vorgang/35622

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmail
Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*