IG Metall: 60.000 Metaller im Warnstreik

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Frankfurt am Main – Knapp 60.000 Beschäftigte aus 280 Betrieben haben sich heute im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie bundesweit an Warnstreiks beteiligt (Stand: 14 Uhr). Seit Ende der Friedenspflicht sind insgesamt rund 80.000 Metallerinnen und Metaller auf die Straße gegangen. Damit haben sie ihrer Tarifforderung Nachdruck verliehen und gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber protestiert.

Der Schwerpunkt der Warnstreiks lag am Dienstag in Nordrhein-Westfalen. Dort legten rund 32.000 Beschäftigte aus 140 Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder. Die größte Aktion gab es in Köln mit mehr als 12.000 Warnstreikenden aus sechs Betrieben.

Fast 8.500 Beschäftigte traten im IG Metall-Bezirk Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Saarland) in den Warnstreik. Die größte Kundgebung mit 2.500 Teilnehmern fand bei der ZF Friedrichshafen AG in Saarbrücken statt. In Offenbach sprach IG Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Lemb zu den Warnstreikenden.

Mehr als 6.500 Beschäftigte traten in Baden-Württemberg kurzzeitig in den Ausstand. Bei ZF in Friedrichshafen beteiligten sich rund 1.500, bei John Deere in Mannheim ebenfalls rund 1.500 Metallerinnen und Metaller an Warnstreiks und Aktionen.

Im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen folgten fast 2.900 Metallerinnen und Metaller aus 21 Betrieben dem Aufruf der Gewerkschaft zum Warnstreik. IG Metall-Vorstandsmitglied Irene Schulz sprach auf der gemeinsamen Kundgebung an der Nonnendammallee, an der Beschäftigte von BMW, Siemens, Osram, Ledvance, BSH Hausgeräte teilnahmen.

In Bayern gingen 6.000 Beschäftigte aus 21 Betrieben vor die Tore. Die größte Aktion gab es in Schweinfurt mit mehr als 4.000 Teilnehmern aus mehreren Betrieben, darunter Schaeffler, SKF und Bosch Rexroth.

Im Bezirk Niedersachsen und Sachsen Anhalt protestierten gut 3.000 Beschäftigte aus 29 Betrieben, im Bezirk Küste 620 Beschäftigte aus neun Betrieben.

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