Humboldtschüler erkundeten Oxford und Umgebung

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Zu unserer traditionsreichen Studienfahrt nach Oxford und Umgebung brachen wir mit den 10. Klassen des Humboldtgymnasiums am 12. März 2018 auf. Alle Mitreisenden freuten sich auf eine Woche mit einem sehr abwechslungsreichen Programm zwischen Oxford, Stonehenge, Bath und London. Schwerpunkt der Reise war es in diesem Jahr, die Englischkenntnisse einerseits durch den direkten Kontakt zu Gastfamilien in Oxford zu festigen, denn die mündliche Englischprüfung Klasse 10 steht bevor, andererseits wollten wir unsere landeskundlichen Studien an einigen ausgewählten geschichtsträchtigen Orten, wie Stonehenge, Blenheim Palace und Bath intensivieren.

Da Oxford in erster Linie für seine hervorragende Universität bekannt ist, haben wir am ersten Tag unseres Aufenthalts eines der 38 Colleges besichtigt – das Christ Church College. Wir sahen nur wenige Studenten auf dem Collegegelände, da diese in der Bibliothek über wichtigen Semesterarbeiten brüteten oder Oxford wegen ihrer Osterferien bereits verlassen hatten, so gelang uns ein kostbarer Einblick in Bereiche, die während des Studienbetriebs für Touristen schwer zugänglich sind. Selbstverständlich ist unseren Schülern die Ansicht des berühmten Speisesaals des Christ Church Colleges aus der Harry Potter Verfilmung vertraut und nun konnten wir ihn mit eigenen Augen bewundern. Während unseres Stadtrundgangs wurde natürlich immer wieder die Frage gestellt, welche Voraussetzungen ein Abiturient erfüllen muss, um einen der begehrten Studienplätze in Oxford zu erhaschen. Ein exzellenter Abiturdurchschnitt von 1,0 muss es sein, doch das reicht nicht aus, denn großes gesellschaftliches Engagement, gepaart mit einer besonders reifen Persönlichkeit und außerschulischen Aktivitäten sind weitere Kriterien. Auch sind die Studiengebühren hoch, doch aussichtslos ist es nicht, denn auch viele deutsche Studenten bekommen jedes Jahr eine Zusage für ein Studium in Oxford.

Auf geschichtsträchtige Pfade begaben wir uns auch an den folgenden Tagen, als wir den Steinkreis Stonehenge bewunderten und uns fragten, wie Menschen vor tausenden von Jahren dazu in der Lage waren, diese Steinkolosse aufzustellen und welchem Zweck sie dienten oder als wir die römischen Bäder in Bath besichtigten, einen Wellnesstempel, den die Römer vor 2000 Jahren an diesem englischen Ort errichteten, da sie hier warme Quellen vorfanden und so ihren heimischen Badegewohnheiten nachgehen konnten. Wir standen auf dem Nullmeridian in Greenwich und spielten mit englischen Schauspielern in einer Nachbildung des Globe Theatres Szenen aus Romeo und Julia. Die ganze Gruppe erlebte einen spannenden Abschluss der Reise in der Metropole London, der Stadt in der so viele Kulturen zu Hause sind. Mit dem Thames Clipper fuhren wir am Abend noch einmal zum Abschied unter der beleuchteten Tower Bridge hindurch und bestaunten die riesigen Wolkenkratzer am Ufer der Themse.

Das englische Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, denn wir konnten den Regenschirm während dieser Woche im Gepäck lassen und das“beast from the east“, die Kälte, die unsere englischen Gasteltern kurz vor unserer Anreise erlebt hatten, legte für uns eine Pause ein, bevor uns dann auf der Heimfahrt der Schnee wieder in den Winter zurückholte.

Gabriele Kiosze

Fachbereich Englisch des Humboldtgymnasium

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