Halbzeit für Ausbildung

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Die Beteiligung von Jugendlichen an Prozessen, welche sie selbst betreffen oder zukünftig für sie relevant sind, ist ein zentrales Thema des 15. Kinder- und Jugendberichtes der Bundesregierung.

Kinder und Jugendliche wollen gehört und beteiligt werden, dies bestätigte sich auch in vielen Diskussionsforen beim 16. Deutschen Jugendhilfetag in Düsseldorf in der Zeit von 28. – 30.03.2017 oder beim Demografie-Kongress am 16.03.2017 der Bundesregierung in Berlin.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von freien Trägern der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und der Kreisverwaltung machen sich seit Dezember 2016 auf den Weg, durch eine umfassende Qualifikation in der Ausbildung zur/zum Moderatorin/Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung, Kinder und Jugendliche umfassender in Beteiligungsprozesse einzubeziehen. Durch die Ausbildungsbegleitung des Deutschen Kinderschutzbundes unter der Leitung von Herrn Voigt werden wissenschaftliche Kenntnisse mit praktischen Erfahrungen verknüpft und erprobt.

Die Ausbildung zum/zur Prozessmoderator/Prozessmoderatorin beinhaltet sechs Module mit je 3 Tagen und eine Abschlussveranstaltung in der Landeshauptstadt Erfurt. Enthalten sind Themen wie zum Beispiel: rechtliche Grundlagen, Methodensystematik der Kinder- und Jugendbeteiligung, Projektmanagement in Beteiligungsprozessen, Sozialraumanalyse, Technology of Participation®, Öffentlichkeitsarbeit, Strategien zur Ansprache mit Kindern und Jugendlichen, Moderationstechniken, Visualisierung in Partizipationsprozessen, Qualitätsmanagement, Evaluation und Dokumentation von Beteiligungsprozessen. Die Ausbildung wird durch den Freistaat Thüringen finanziert.

Im Modul 3, welches zurzeit absolviert wird, ist als Gastreferent Herr Stephan Schack, Trainer und Berater zu den Themen Demokratie, Interkultur und Partizipation, dabei. Anhand der Vermittlung einer großen Methodenvielfalt werden Projektthemen aufgegriffen, Lösungsansätze diskutiert und angewendet. Gemeinsam werden in verschiedenen Handlungsfeldern Methoden der Arbeit und die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die soziale Arbeit erlernt und an Praxisbeispielen erprobt und umgesetzt.

„Kinder- und Jugendbeteiligung ist die verbindliche Einflussnahme von Kindern und Jugendlichen auf Planungs- und Entscheidungsprozesse, von denen sie betroffen sind, mittels ihnen angepasster Formen und Methoden.“ (Jaun 1999)

Mitwirkung erleben- Jugendliche in der Jugendarbeit beteiligen, dies wird das zentrale Thema in der kommunalen Jugendarbeit im Landkreis in den kommenden Jahren sein.

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