Große zusammenhängende Waldgebiete sind wichtig für die Artenvielfalt

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Zum Tag des Waldes fordert der NABU Thüringen mehr große, zusammenhängende, unbewirtschaftete Waldgebiete in Thüringen

Jena – Zum Internationalen Tag des Waldes (21.3.) fordert der NABU Thüringen mehr große, zusammenhängende, unbewirtschaftete Waldgebiete in Thüringen. „Wälder ohne forstwirtschaftliche Nutzung sind lebendige Wälder. Bäume dürfen altern bis sie absterben und dem Ökosystem Wald weiterhin zur Verfügung stehen. In diesen Wäldern leben Organismen, die ansonsten zunehmend weniger Lebensgrundlagen finden. Es sind oft die Arten, die unsere Roten Listen füllen – auch in Thüringen. Die Arten der Wirtschaftswälder sind davon kaum betroffen“, sagt Mike Jessat, der Landesvorsitzende des NABU Thüringen.

Dem NABU sind vor allem großflächig zusammenhängende Waldgebiete wichtig, die aus der Nutzung genommen werden. Der Possen bei Sondershausen eignet sich für eine solche Gebietskulisse sehr gut. Kleinflächige Schutzgebiete sind zwar auch wichtige Baustein zum Erhalt vieler Arten, bieten aber dennoch zu wenig Raum für eine dynamische Waldentwicklung. „Wir brauchen diese Dynamik mit ihrem Mosaik aus allen Altersphasen, um die Lebensraumvielfalt mit Totholz, Höhlen, Altbäumen und lichten sowie dichten Bestandsstrukturen“, erklärt der Landesvorsitzende. Auf kleinen Flächen können diese Prozesse nur bedingt ablaufen und Kleinstpopulationen sind einem hohen Aussterberisiko ausgesetzt und eine Wiederbesiedlung ist kaum möglich.

„Thüringen muss endlich seinen Beitrag zum internationalen Netzwerk nutzungsfreier Wälder leisten. Dazu gehört auch die Ausweisung von großen zusammenhängenden Wäldern, die aus der Nutzung genommenen werden“, fordert Mike Jessat.

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