Gesichter der Stadt (25)

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Paul Becker – Meister der mittelalterlichen Kampfkünste

Diese Woche gehen wir mit unserer Vorstellung zurück in eine Zeit der Ritter und mittelalterlichen Kampfkünste. Unsere heutige Person ist Paul Becker. Geboren am 31.03.1987, verheiratet, lebt in Neustadt. 2005 absolvierte er sein Abitur und entschied sich danach für eine Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr. Doch das ist nicht alles. Da er schon seit frühester Kindheit sich zum Fechten und der Geschichte hingezogen fühlte, studierte er Geschichte, Soziologie und Pädagogik.

Das Fechten war ein Kindheitstraum von ihm. Wie jedes Kind wollte er als Ritter seine Prinzessin befreien. Mit 6 Jahren bekam er von seinem Vater dann sein erstes selbstgeschmiedetes Schwert. Ein Traum ging für ihn in Erfüllung.

Es reichte ihm nicht, einfach nur „wild“ mit dem Schwert herum zu „fuchteln“, nein, er wollte es richtig lernen. Da auch seine Familie begeisterte Anhänger des Mittelalters waren, sie damals den Hohensteiner Mittelalterverein e. V. gründeten, entschloss sich Paul Becker mit 13 Jahren den Schwertkampf zu erlernen. Er kaufte sich Bücher, übte, bildete sich fort, las viel und perfektionierte im Laufe seines Lebens diese Kunst allmählich.

Besonders viel wurde innerhalb des Vereins trainiert. Auf der Burg Hahnstein war und ist der Verein gern gesehen. Hier werden hin und wieder auch einige Schaukämpfe abgehalten.

Irgendwann kam Paul Becker dann zum Militär. Hier standen die Weichen gut für ihn. Er erlernte die Kampfkunst und Selbstverteidigung. Seit 2007 widmete er sich intensiver dem historischen Schwertkampf. Er kaufte sich Bücher , um die Lehren der alten Meister von früher zu erlernen. 3-4 mal pro Woche trainierte er. Sein Wissen gab er dann am Wochenende beim Training im Verein weiter.

In Motu – Unter diesem Namen findet man ihn im Netz. In seiner Schule lehrt er das Fechten nach Quellen des Mittelalters und der frühen Renaissance. Sehr interessant war für uns zu erfahren, dass die alten Meister damals in verschiedene Waffengattungen unterschieden. Abgesehen vom Sportfechten ( Degen,Florett) welches hierzu nicht zählt(!), unterscheiden die alten Meister das(einhändige) Schwert und das Messer, den Dolch, den Stock oder die Stange und das Lange Schwert. Zur Erklärung sollte man jedoch noch etwas anfügen. Grundlage für die damalige Fechtkunst ist das alte Kampfringen. . Die Ursprünge gehen auf diese Nahkampftechniken zurück, auch nicht mit dem heutigen Ringen ( Sport) zu vergleichen. Deshalb wurden früher bestimmte Fechttechniken auch Ringen am Schwert, dem Dolch , dem Stock etc. genannt. Hinter dem Ringen steht eine didaktische und methodische Struktur, die in den alten Büchern beschrieben ist. Ähnlich wie die „Ritterausbildung“ erlernt man in der Schule von Paul Becker heute auch zuerst das Ringen, also die körperlichen Grundlagen, und dann die verschiedenen Waffengattungen wie Schwert, Dolch, Stange oder langes Schwert.. Hinter allem steht eine Methodik. Hat man die Grundprinzipien einmal verstanden, kann man alle anderen Etappen spielend meistern.

Doch was ist so faszinierend an den alten Kampfkünsten? Besser als Paul Becker kann man es eigentlich nicht beschreiben. “ Faszinierend ist, dass man Geschichte live erleben kann, sich in die Person rein versetzen kann, die sich damals tagtäglich  mit anderen auseinandersetzen musste.“

Heute ist es nicht mehr der Kampf um`s Überleben. Heute ist es ein Sport. Heute geht es darum, den Körper und den Geist zu trainieren, im Training eine Ausgeglichenheit zu erfahren, seine Künste zu analysieren und verbessern. Die Kampfkunst trägt dazu bei, seinen Körper und dessen Grenzen kennenzulernen.

Möchten auch Sie näheres über die historischen Kampfkünste erfahren, vielleicht sogar ein Training absolvieren, einfach nur mal vorbeischauen und sich informieren, dann klicken Sie einfach auf das unten stehende Logo und Sie kommen direkt zur Seite von Paul Becker.

in motu


oder Sie schauen auf der Facebookseite vorbei



Wer neugierig geworden ist, kann sich schon einmal bei einem seiner nächsten Seminare eintragen. Weiter Informationen finden Sie —> HIER

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