Gelungene Gruppenarbeit

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Das Fest des Dionysos war im antiken Athen ein jährliches Spektakel. Zu den vornehmsten Amtshandlungen des obersten Beamten (Archon Eponymos) gehörte die Organisation des mehrtägigen Dichterwettstreits im Theater des Dionysos am Fuße der Akropolis.

Die historische Vorlage diente den Klassen 5/1 und 5/2 als Grundgedanke für eine Gruppenarbeit zum Thema „Kunst und Kultur im antiken Griechenland“. Der Dichterwettkampf wurde dabei aus pädagogischen Gründen um Agone der Philosophen, Rhetoriker, Gewandschneider, Bildhauer und Vasenmaler erweitert.

Nach Gruppenbildung und Themenauswahl beschäftigten sich die Schüler in einer ersten Erarbeitungsphase mit verbürgten historischen Vorbildern und informierten dann ihre Mitschüler über Sophokles und Sokrates, über Perikles und Phideas usw.

In der anschließenden Kreativphase erschufen die „Künstler“ eigene Kurztragödien zum Thema „Götter, Helden, Ungeheuer“, Statuen, Gewänder, Vasenmalereien oder durchdachte Dialoge zu Sklavenrechten oder einer Strategie zur Abwehr eines drohenden Perserangriffs.

Was dann in der Aula zum „Fest des Dionysos“ präsentiert wurde war außergewöhnlich. Die in die Rolle des Archon geschlüpften Schüler führten souverän durch das Programm, kündigte die einzelnen Wettbewerbe wortgewandt an und ehrte durch Aufforderung zum Applaus die Teilnehmer.

Hinter ihren Schauspielermasken verwandelten sich die Schüler in mythologische Gestalten, Festgewänder sorgten mit Raffinesse und Liebe zum Detail für Erstaunen, einfallsreiche Malereien entführten in die Welt der Götter oder der Körperkultur.

Anders als in der Antike gab es bei dieser Gruppenarbeit viele Sieger.

M.Räcke

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