Flash-Glukose-Messung kommt gut an

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Insgesamt 5.874 AOK-PLUS-versicherte Diabetiker nahmen bisher die vor einem Jahr neu eingeführte Satzungsleistung Flash-Glukose-Messung in Anspruch. Und sie verteilten jetzt in einer schriftlichen Befragung gute Noten – für einfaches Handling und gute Produktqualität. Das Messen ist einfacher geworden (99 %), die Patienten haben weniger Angst vor nächtlichen Entgleisungen (73 %) und kennen nun besser ihren Glukosespiegel (95 %). Zudem habe sich die Langzeiteinstellung des Blutzuckers verbessert (67 %), ebenso die Lebensqualität (90 %).

Insgesamt wurden 470 Fragebögen ausgewertet, darunter 42 von Kindern bis 14 Jahre. 25 von ihnen mussten zuvor mindestens sechsmal täglich ihren Blutzuckerwert mittels Teststreifen und Messgerät „blutig“ bestimmen.

Die Flash-Glukose-Messung ist für AOK-PLUS-versicherte Diabetiker geeignet, die eine intensivierte Insulintherapie benötigen. Voraussetzung ist, dass der behandelnde Facharzt die Notwendigkeit dieser neuen Versorgung bestätigt und entsprechend verordnet hat und eine Vorab-Genehmigung durch die AOK PLUS.

Das Messsystem funktioniert so: Am Oberarm wird ein Sensor, etwa so groß wie eine 2-Euro-Münze, aufgeklebt. Der Fühler liegt dicht unter der Haut, misst und speichert permanent den aktuellen Glukosewert. Ebenso werden der Glukoseverlauf der letzten acht Stunden und ein Trendpfeil aufgezeigt. Der Sensor kann bis zu 14 Tage am Körper bleiben.

Die Kosten für das Lesegerät und für die Sensoren übernimmt die sächsisch-thüringische Gesundheitskasse. Die Versicherten müssen nur die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung leisten.

„Es war richtig, dass wir diese Leistung in unsere Satzung aufgenommen haben“, bilanziert Rainer Striebel, Vorstand der AOK PLUS. „Durch diese innovative Versorgung entfällt nun weitgehend das tägliche Anstechen der Fingerkuppe und die korrekte Blutzuckereinstellung kann besser gewährleistet werden.“

Besonders für Kinder oder auch Berufstätige ist diese neue Messung ein großer Vorteil, da die hygienischen Anforderungen geringer und damit die Messungen in Schule, Kita oder im Beruf unkomplizierter möglich sind.

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