Die alte Fabrik -Teil 2

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Mein Auto auf den Parkplatz am Wald abgestellt und den Waldweg gesucht
um auf das Gelände zukommen . Nach knappen 15 Minuten erreichte ich das
vermeintliche Ziel .
Ein neuer Zaun , mit eindeutigen Hinweisen und ein paar aufgehängten
Knochen ließ mich zwangsweise stoppen .
Ja , was nun ?
Ich entschloss mich kurzer Hand zu einen Fotosession auf dem ehemaligen
Gelände der sowjetischen Armee . Dies ist von der Ostseite frei
zugänglich und und es stehen keine Verbots- oder Hinweisschilder da.
Das Erste was man zusehen bekam waren „ Sportgräte “ , wie Häuserwand ,
Metallstangen und ein Geschicklichkeitsparkur . Dann tauchte die ersten
Gebäude auf . Alle samt in einen logischerweise traurigen Zustand .
Einige Gebäude sah ich mir von Innen an , soweit es natürlich gefahrlos
erschien .
Auf einigen Tafeln oder Gebäuden strahlte mir Lenin entgegen . Im
hinteren Teil waren größere Gebäude die wohl als Unterstand dienten . In
einen etwas tiefer gelegten Raum war ein Basketballkorb zu sehen .
Vielleicht war dieser Raum mal eine Art Turnhalle .
Ganz in der Nähe war wohl ein Sanitärtrakt mit Toiletten . Wer kennt sie
nicht die typischen Toiletten , wo man sein Geschäft im Stehen
verrichtet , mit den vorgesehen Stellen für die Füße .

Nach gut einer Stunde beschloss ich das Gelände wieder zu verlassen .
Einfacher gesagt als getan .
Ich war so oft abgebogen das es etwas schwierig erschien den Weg zurück
zu finden .
Ja von wo bin ich überhaupt gekommen und wie musste ich den Rückweg
antreten .
Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für einen Weg der sich nach
etwa 300 Meter als der Richtige erwies . Am Ende des Weges fand ich noch
einen Schweinestall der wohl zur Selbstversorgung diente .

Noch ein paar Fakten .

Dieser Stützpunkt war eine bewegliche raketentechnische Basis und ein
Artillerie-Munitionslager der GSSD .
Bedeutung dieser Abkürzung : Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in
Deutschland

Außerdem fand ich noch heraus das die Miene , Tellermine PPM 2 , die in
der Waffenfabrik Kapen hergestellt wurde ,auch im Vietnamkrieg
eingesetzt wurde , also nicht nur an der innerdeutschen Grenze .
Die SM 70 war mit 100 – 110 g TNT Sprengstoff befüllt und hatte eine
Reichweite von bis zu 120 Metern .

Zu dem Thema gibt es noch zwei Bücher .

„ Die Erblast von Kapen „
„Die Geheimnisse von Kapen: Heeresmunitionsanstalt, VEB Chemiewerk,
Kontamination „

Peter Blei

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