Der Traum von einem Schloss

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Er erzählte uns von seinen Träumen und von den Sachen die er wirklich realisieren wird .
Natürlich räumte der Herr auch viele Überraschungen ein auf die er lieber verzichtet hätte.
Ein großes Problem ist die Feuchtigkeit die durch den jahrelangen Leerstand ( rund 13 Jahre dauerte der Leerstand ) sich ergeben haben .
Feuchtigkeit breitet sich aus und es bildet sich Schimmel und Schwamm der auf den ersten Blick nicht zu sehen war . Das dadurch Extrakosten entstehen sollte jeden klar sein .
Auch ein Rückbau von Elementen, die zu DDR-Zeiten eingebaut wurden ist geplant .
Wie zum Beispiel die Terrazzoplatten vor der großen Treppe .

In seiner Stimme klang sehr viel Euphorie und sagen wir mal Unternehmer Geist .
Einiger Sache die zum Schloss gehörten konnte er zurück organisieren .

Stellt sich die Frage : „Was will man mit so einen großen Gebäude“ .

Es soll eine Bildungsakademie mit Übernachtungsmöglichkeiten für Führungskräfte entstehen .
Hochzeiten und natürlich Führungen sind als Weiteres geplant .
Im Erdgeschoss des linken Flügels soll es Gastronomie geben , verriet er uns noch zum Schluss .

Nach der Führung bedankten wir uns selbstverständlich und wünschten viel Erfolg bei der Umsetzung seiner Vorstellungen .
Wie sich herausstellte , war es der neue Schlossherr auf Schloss Burgkemnitz der uns durch die alt ehrenwerte Räume führte .
Jahre lang wurde nach einen Käufer gesucht , doch es schien wohl fast aussichtslos . Im Jahr 2015 kam Bewegung in die Sache . Es gab mehre Kaufinteressierte .
Der Kreistag Anhalt-Bitterfeld musste den Verkauf von Schloss Burgkemnitz noch zustimmen , was er dann in einer nichtöffentlichen Sitzung tat .
Eine Familie aus dem Leipzig kam den Zuschlag und kaufte später das Schloss .
Der neue Eigentümer will in den nächsten Jahren rund 6 Millionen Euro investieren .

Im 17. Jahrhundert begann der Bau des Schlosses .
Es entstand eine barocke Dreiflügelanlage mit hohem Walmdach

Bodo Freiherr von Bodenhausen ließ das Schloss im 18/19 Jahrhundert umbauen .
1869/70 wurde das Schloss im Stil der Neorenaissance umgestaltet .
Nach dem Krieg war kurz die Rote Armee stationiert .
Danach Erholungsheim der Farbenfabrik.
Und später wird es zur Parteischule umfunktioniert .
Ab der Wende nutzte die Caritas das Gebäude als ein Wohn- und Pflegeheim für geistig Behinderte .
Nach dem Umzug in eine neues Gebäude ganz in der Nähe stand das schöne Gebäude leer .
Herzlichen Dank an den neuen Besitzer für die Fotogenehmigung und die Führung .

Peter Blei

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