„Bauernglatteis“ durch Erntefahrzeuge – Gefahren in der Erntezeit

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Erntemaschinen und beladene Transportfahrzeuge sind bis in den Herbst hinein verstärkt unterwegs. Viele Auto- und Motorradfahrer unterschätzen die Gefahren, die von landwirtschaftlichen Fahrzeugen ausgehen. Der ADAC hat einige Verhaltenstipps zusammengestellt, um das Risiko von Unfällen zu reduzieren.

Mit ihrer Überbreite nehmen Erntemaschinen und Ladewagen oft mehr als die Hälfte der Fahrbahn ein. Auch Gespanne von über zehn Metern Länge sind keine Seltenheit. Oft ist die Sicht für die Fahrer dieser Nutzfahrzeuge nach hinten eingeschränkt und auch die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer haben einen verminderten Überblick. Überholt werden sollte daher nur auf gut einsehbaren, breiten Strecken und mit äußerster Vorsicht.

Nach dem Verlassen des Feldes können Erntefahrzeuge die Straße verschmutzen. Verlorenes Erntegut oder Erdklumpen beeinträchtigen die Haftung der Reifen auf der Fahrbahn. In Kombination mit Tau oder Regen entsteht aus Lehm und Erde ein rutschiger Schmierfilm, das sogenannte Bauernglatteis. Die Fahrbahn wird dann zur rutschigen Piste. Für Motorradfahrer kann zudem Saatgut in Kurven zur tödlichen Falle werden, denn Raps und Co. wirken wie Schmierseife. Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen empfiehlt: „Fahren Sie vorrausschauend, mit gemäßigter Geschwindigkeit und unternehmen Sie keine waghalsigen Überholmanöver. Ähnlich wie im Winter sollte bei Fahrten über Land etwas mehr Zeit eingeplant werden.“

Erntegeräte besitzen meist einen großen Wendekreis – beim Abbiegen schwenken Anhänger und Arbeitsgeräte aus. Nachfolgende und entgegenkommende Verkehrsteilnehmer sollten ausreichend Sicherheitsabstand einhalten, wenn nötig anhalten und nicht überholen.

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