Bauarbeiten am südlichen August-Bebel-Platz – Bauende verzögert sich

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Bereits am 25. April haben die Sanierungsarbeiten in der Straße August-Bebel-Platz (Südseite) begonnen. Derzeit wird die Schmutz- und Regenwasserkanalisation umfassend saniert und im Anschluss soll die gesamte Straßendecke erneuert werden. Es handelt sich hierbei um eine Gemeinschaftsbaumaßnahme der Stadt Nordhausen und des Stadtentwässerungsbetriebes. …

„Im Vorfeld der Bauarbeiten erfolgte eine TV-Kanaluntersuchung der vorhandenen Kanalisation. Der betrachtete Abschnitt reicht vom Taschenberg bis zur Einmündung der Eichendorffstraße und umfasst rd. 260 m Schmutzwasserkanal sowie rd. 260 m Regenwasserkanal. Hinzu kommen jeweils die Anschlussleitungen zur Grundstücks- und Straßenentwässerung mit einer Gesamtlänge von rd. 300 m“, informiert Carl Froitzheim, verantwortlicher Baubegleiter vom Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen.

In Abhängigkeit vom jeweiligen Zustand der Anlagen wurde der Handlungsbedarf festgelegt. Dabei kommen sowohl Sanierungsverfahren in geschlossener Bauweise zur Anwendung, wie auch eine Erneuerung schadhafter Leitungsabschnitte in offener Bauweise. Bei der Wahl des Verfahrens spielt die Erneuerung der Straßendecke durch die Stadt Nordhausen eine wesentliche Rolle, so dass sich der Stadtentwässerungsbetrieb überwiegend für eine Erneuerung der Entwässerungsanlagen in offener Bauweise entschieden hat.

Die Sanierungsarbeiten in geschlossener Bauweise wurden von der Firma Aarsleff Rohrsanierung GmbH aus Geschwenda ausgeführt und sind inzwischen abgeschlossen. Die Kanalarbeiten in offener Bauweise wurden zusammen mit der Sanierung bzw. Erneuerung der Straßenoberfläche ausgeschrieben und an die Firma Henning aus Urbach vergeben.

Ende August sollte die Baumaßnahme beendet sein. Aufgrund einiger Verzögerungen verschiebt sich jedoch das Bauende. „Gründe für die Verzögerung des Bauendes sind der nicht ausreichend tragfähige Boden im Bereich der Rohrgrabensohle, d. h. die für eine normgerechte Kanalverlegung erforderliche Tragfähigkeit des Untergrundes war nicht gegeben. Es musste ein umfangreicher Bodenaustausch unterhalb der geplanten Rohrgrabensohle vorgenommen werden. Weiterhin wurden bei der Analyse des ausgehobenen Bodens die für einen Wiedereinbau zulässigen Schadstoffgrenzwerte überschritten, so dass der ursprünglich beabsichtigte Wiedereinbau im Bereich des Rohrgrabens nicht möglich war. Bis zur Klärung der Problematik musste der Boden im Baustellenbereich zwischengelagert werden, was den Baufortschritt außerdem behindert hat“, erklärt Froitzheim und nennt damit nur einige Gründe.

Weitere Gründe sind außerdem, dass der Verlauf und Zustand der Grundstücksanschlussleitungen im Vorfeld nicht ermittelt werden konnte, weil keinerlei Revisionsmöglichkeit vorhanden ist. Auch wurden seinerzeit die vorhandenen Leitungen im Baubereich vielfach großzügig in Beton eingebettet und mussten von Hand aufgestemmt werden.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich in der ersten Septemberwoche beendet sein.

Der Stadtentwässerungsbetrieb und die Stadt Nordhausen bitten alle Anlieger sowie Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.

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