20 Jahre Schwalbenzählen auf der Fahner Höhe – NABU feiert Jubiläum zur Schwalbenhilfe

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Im Rahmen des NABU-Projektes für schwalbenfreundliche Häuser wurde heute in Dachwig die Schwalbenkartierung in der Verwaltungsgemeinschaft Fahner Höhe abgeschlossen. Schon seit 20 Jahren erfassen ehrenamtliche Helfer des NABU in dieser Region den Bestand der Schwalben und setzen sich für den Schutz der Tiere ein.

Jena – Unsere Schwalben werden von den meisten Menschen als Boten des Glücks empfunden. Doch vielerorts haben es die anmutigen Flugkünstler sehr schwer. Ihre Nester werden am Haus einfach abgeschlagen, Nistmöglichkeiten verschwinden durch schwalbenunfreundliche Sanierungsmaßnahmen und die Versiegelung der Landschaft schreitet fort. „Alle diese Faktoren sind nicht förderlich um die Schwalbenbestände auf Dauer stabil zu halten. Mit unserer Schwalbenkartierung, die wir vor 20 Jahren begonnen hatten, wollten wir wissen, wie es um den Bestand der Schwalben in der Verwaltungsgemeinschaft Fahner Höhe steht“, berichtet Tino Sauer, der Schwalbenbeauftragte des NABU Thüringen. „Das Zählen der Tiere hat aber auch einen ganz guten Nebeneffekt. Durch die Aktion haben wir in der Region viel Aufmerksamkeit erzeugt und wir konnten Menschen für die Probleme der Frühlingsboten sensibilisieren.“ Mittlerweile wurden unter anderem zahlreiche Schwalbennisthilfen in der Region angebracht und bei Sanierungsmaßnahmen schwalbenfreundlich beraten. „Schwalben brauchen unbedingt unsere Hilfe, denn nur wenn wir die Vögel an unseren Häusern dulden haben sie auf Dauer eine Chance. In Döllstädt und Gierstädt stehen inzwischen sogar Schwalbenhäuser bei denen man im Sommer dutzende Schwalbenpaare beim Brutgeschäft beobachten kann“, erklärt der Schwalbenbeauftragte.

Doch auch auf der Fahner Höhe kann man, ebenfalls wie in anderen Regionen von Deutschland, nur teilweise von kleinen lokalen Erfolgen für den Schwalbenschutz berichten. In der Fläche schließt sich die Region eher dem bundesweiten Trend an. Der NABU beobachtet schon seit Jahren eine Abnahme der Schwalben. „Den Rückgang der Schwalben hatten wir bei uns schon frühzeitig erkannt und haben deshalb das thüringenweite Projekt für schwalbenfreundliche Häuser und Gemeinden gestartet“, sagt Tino Sauer. Schon seit 2011 zeichnet der NABU Thüringen schwalbenfreundliche Häuser und Gemeinden mit einer Plakette aus und möchte damit Menschen danken, die Schwalbennester an ihren Gebäuden dulden oder sich für den Schwalbenschutz einsetzten. Mittlerweile wurden im Freistaat über 1.000 Plaketten verliehen.

Nähere Informationen zum Thema Schwalben finden Sie unter: www.NABU-Thueringen.de

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